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04.10.2019 - Fachkräftesicherung in Industrie und Handel

„Es gibt immer weniger Jugendliche und vor allem immer weniger (junge) Frauen, die sich für duale Ausbildungsberufe entscheiden“, so Stephan Kroll vom Bundesinstitut für Berufsbildung. Das liegt zum einen an der demografischen Entwicklung. Zum anderen liegt es an den höheren Bildungsabschlüssen von Mädchen. „Denn Mädchen mit höheren Bildungsabschlüssen wenden sich von dualen Ausbildungsberufen ab und gehen verstärkt auf Ausbildungsangebote außerhalb des dualen Systems zu“, so Kroll. Deshalb können Lehrstellen immer häufiger nicht passgenau besetzt werden.
Um diesem Trend entgegen zu wirken, möchte das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Emscher-Lippe kleine und mittlere Betriebe auszeichnen, die frauenfreundliche Maßnahmen ergriffen haben, um damit Mädchen bzw. Frauen für sich gewinnen und an sich zu binden.
    
Gemeinsam mit einem Arbeitskreis aus regionalen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wird die Auszeichnung entwickelt und anschließend sollen geeignete Betriebe eruiert werden.

potenziale-frauen

Einige Mitglieder des Arbeitskreises Industrie.Handel.Frau, Von links nach rechts:
Dr. Esther-Maria Meyer-Rudel, Geschäftsführerin Einzelhandelsverband Westfalen-West e.V. Gelsenkirchen / Gladbeck
Gabriele Bültmann, Geschäftsführerin Bildungszentrum des Handels e.V. Recklinghausen
Andrea Schauf, aveo-Institut
Petra Giesler, Regionalagentur Emscher-Lippe
Michaela Stamm, SABIC Holding Deutschland GmbH Gelsenkirchen

In den nächsten drei Jahren wird sich der Arbeitskreis für die quantitative und qualitative Ausweitung der Beschäftigung von Frauen in Industrie- und Handelsberufen engagieren. Auch wenn in Handelsberufen Frauen seit jeher stark vertreten sind, gehe es in Handelsberufen darum, die Frauenbeschäftigung qualitativ aufzuwerten. Auf Möglichkeiten der Teilzeitberufsausbildung im Handel müsse hier stärker hingewiesen werden, konstatierte die Geschäftsführerin des Bildungszentrums des Handels e.V. Recklinghausen, Gabriele Bültmann. Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen im Handel müssten stärker in den Blick genommen werden, äußerte sich Dr. Esther-Maria Meyer-Rudel.
„In industriellen Berufen geht es eher darum, überhaupt Frauen zu gewinnen“, so Michaela Stamm von SABIC Holding Deutschland GmbH. Die Auszeichnung von Betrieben, in denen bereits Frauen arbeiten, wäre da ein erster Schritt für die Akzeptanz auf Seiten der Frauen und auch der Betriebe.

Hier können Sie sich die Präsentation von Stephan Kroll, Bundesinstitut für Berufsbildung, herunterladen.

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Emscher-Lippe-Region

Erinstraße 6
44575 Castrop-Rauxel

Träger:
Stadt Castrop-Rauxel

Ansprechperson:
Beate Molsich

Tel.: 02305/9215027
Fax: 02305/9215049

e-Mail:
competentia@zfbt.de
http://www.zfbt.de

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