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08.12.2020 - Die neue Veranstaltungsreihe Mittagsgespräche Online „Führen im Homeoffice – dran bleiben, auch nach Corona“ wurde mit dem Thema „Teamorganisation und ergebnisorientierte Führung“ weitergeführt

In einem thematischen Input wurden die Grundlagen einer guten Teamorganisation und von ergebnisorientiertem Führen dargestellt. Im anschließenden Praxisbeispiel wurde die Theorie anschaulich ergänzt.

Portrait Gina WoltersGina Wolters, Expertin für Agilität und multilokales Führen und Arbeiten, zeigte in ihrem Vortrag die Bedeutung des gemeinsamen Formulierens relevanter Ziele und Ergebnisse auf. Idealerweise können Teams ihre Ziele selbst definieren und entsprechend den jeweiligen Zuständigkeiten zuordnen. Ergebnisse sollten SMART formuliert sein, d. h. kleinschrittig, terminiert und konkret. Für virtuelles Arbeiten empfahl sie eine gemeinsame Dokumentation, um Zuständigkeiten und Terminierungen aktuell zu halten. Gina Wolters stellte das Tool „Kanban-Board“ vor, das geeignet sei, transparent für alle den Stand der Planung und der jeweiligen Arbeitsschritte zu zeigen. Führungskräfte behielten so den Überblick, um bei Verzug der Arbeiten auch kurzfristig eingreifen zu können.
Für die Ergebnisüberprüfung schlug Gina Wolters vor, sich an die vereinbarten Kontrollschritte zu halten und das vereinbarte Ergebnis zu überprüfen, nicht den Weg dorthin. Die Teamergebnisse sollten im Team besprochen werden, Einzelergebnisse im Einzelgespräch.

Portrait Anja SommerfeldAnja Sommerfeld, Dipl.-Ingenieurin, Inhaberin der Rosami Agentur für Vertrieb, Marketing und Digitalisierung stellte in ihrem Vortrag die Unterschiede von Teamorganisation und ergebnisorientierter Führung zwischen einem Start-up und einem familiengeführten Handwerksbetrieb vor. Frau Sommerfeld, ehemalige Start-up-Gründerin, berichtete, dass ihre Kundschaft daran gewohnt war, und dies auch erwartet hatte, dass Aufträge schnell erledigt werden. Der Einsatz von Methoden wie, Scrum, Agilität, Controlling per Knopfdruck war im Alltag integriert und die Anforderungen der Kundschaft konnten somit schnell erfüllt werden. Geprägt war der Arbeitsalltag durch einen offenen Führungsstil, durch die gute Kommunikation in der Zusammenarbeit der Mitarbeitenden und durch den sicheren Umgang mit der bereitgestellten Software.

Im Vergleich zu den Erfahrungen im Aufbau ihres Start-ups berichtete Anja Sommerfeld auch über ihre Erfahrungen im elterlichen familiengeführten Handwerksbetrieb. Ihre Aufgabe war es, den Betrieb zu ergebnisorientierter Führung und Umstellung auf digitale Prozesse zu beraten und zu begleiten. Das Familienunternehmen ist seit 50 Jahren auf dem Markt und der bisherige Führungsstil war durch wenig Transparenz und „Abteilungsdenken“ gekennzeichnet. In einem überalterten Team war mobiles Arbeiten bisher undenkbar und die Unternehmenskultur war geprägt von „Das haben wir immer schon so gemacht“! In kleinen Schritten wurde die digitale Kompetenz geschult und neue Methoden der Zusammenarbeit eingeführt. Zudem galt es, auch wegen der Nachwuchsförderung im Handwerk, zu vermitteln, dass Fortschritt ohne digitalen Wandel nicht funktioniere. Ein Fazit von Anja Sommerfeld: „Veränderungen und Umstrukturierungen müssen langsam vollzogen werden und prägen nicht nur den Einsatz von Technologie, sondern beinhalten auch die Vermittlung von Werten.“


Die Mittagsgespräche online werden im Frühjahr 2021 weitergeführt. Informieren Sie sich auf unserer Website.
Kontakt: Adelheid Kurz, Kompetenzzentrum Frau & Beruf, Emscher-Lippe
E-Mail: kurz@zfbt.de; Tel.: 02305 92150-26

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