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15.12.2021 - „Kein Nachwuchsmangel für ökologisches Bauen“

Zimmerei Lehmundo, Recklinghausen

„Wenn Frauen sich bei uns bewerben, sind sie besonders engagiert und motiviert.“ Aron Keidel, Gründer und Inhaber der Zimmerei Lehmundo, hält es für ein Märchen, dass Frauen im Handwerksberuf weniger belastbar seien als Männer. Denn auch im traditionellen Holz- und Lehmbau, auf den sich das Unternehmen spezialisiert hat, werde mit vielfältiger maschineller Unterstützung gearbeitet. Und die ist ohnehin für alle gut. „Auch Männer bekommen Rückenleiden bei fortwährender körperlicher Beanspruchung“, sagt Aron Keidel.

Zimmerei Lehmundo, Recklinghausen 
Foto: Aron Keidel, Lehmundo

Offenbar ist sein spezialisierter Betrieb, den er 2006 in Recklinghausen gegründet hat, attraktiv für Bewerberinnen. Zum zweiten Mal beschäftigt er eine weibliche Auszubildende, eine weitere hat sich bereits beworben. Dafür nehmen die jungen Frauen auch einen Umzug ins Ruhrgebiet in Kauf, eine kommt aus Thüringen, die andere aus Kiel.

Die Zimmerei Lehmundo beschäftigt sich mit der Restaurierung von Fachwerkbauten, der Denkmalpflege, der Altbausanierung sowie der vermehrten Nutzung umweltfreundlicher Baustoffe im Neubau. Neben den traditionellen Holzbautechniken hat er Lehmbautechniken in Marokko und Südafrika kennengerlernt. Dieses Wissen gibt er gern weiter.

Wer bei Aron Keidel das Zimmereihandwerk, traditionelle Holzbauweisen und Lehmbau erlernen möchte, wird zunächst zu einem 14-tägigen Praktikum eingeladen. Über mangelnde Resonanz auf freie Stellen, die er online inseriert, kann sich der Unternehmer nicht beklagen. Das Interesse an ökologischen und traditionellen Bauweisen ist groß. Derzeit beschäftigt er neben drei Gesellen fünf Auszubildende.

Das ökologische Bauen ist dem Zimmermeister und Restaurator ein besonderes Anliegen. Zugleich beobachtet er, dass die Nachfrage in diesem Bereich steigt. Immer mehr Kundinnen und Kunden haben Interesse an einer energetischen Sanierung nach ökologischen Standards, auch bei Neubauten werden zunehmend natürliche Materialien wie Holz, Lehm oder auch Stroh nachgefragt. Die Tausende Jahre alte Technik des Lehmbaus, so Aron Keidel, erfahre derzeit eine wahre Renaissance. Für ihn eine Bestätigung des eingeschlagenen Wegs und ein Ansporn. „Ich möchte, dass der Lehmbau keine exotische Bauart oder ein ungewöhnlicher Baustoff bleibt, sondern zu einem vollwertigen Bestandteil der bereits vorhandenen Bauarten und Baustoffe wird.“

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