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Berufliche Integration geflüchteter Frauen

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Foto: AdobeStock/jackfrog

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Mentoring zur beruflichen Integration von qualifizierten geflüchteten Frauen (Mentegra)

Wir führen mit sieben kleinen und mittleren Unternehmen und Betrieben das Mentoring-Programm Mentegra für geflüchtete Frauen durch. Im Rahmen von Mentegra lernen Unternehmerinnen und Unternehmer als Mentorinnen oder Mentoren geflüchtete Frauen als potenzielle Fachkräfte kennen und unterstützen sie dabei, einen Einblick in die deutsche Arbeitswelt zu erhalten.

Mentegra umfasst:

  • Tandem-Treffen
    In regelmäßigen Treffen geben Sie persönliche Erfahrungen und informelles Wissen an Ihre Mentee weiter
  • Netzwerktreffen/Auftakt/Zwischenbilanz/Abschluss
    Sie knüpfen Kontakte zu anderen Unternehmen und nehmen an spannenden Workshops mit Expertinnen und Experten teil (fünf halbtägige Veranstaltungen)
  • Hospitanz
    Durch eine variabel nach Absprache zu organisierende, bis zu dreimonatige Hospitanz in Ihrem Unternehmen lernt die Mentee Ihr Berufsfeld näher kennen

Das einjährige Programm ist im Herbst 2020 gestartet und wird begleitet durch eine etablierte Zusammenarbeit von Kammern, Wirtschaftsförderungsgesellschaften und Jobcentern. Es geht bei Mentegra nicht um große Fallzahlen, sondern um die individuelle Chance jeder einzelnen Frau auf berufliche Integration und um Ihre Chance, auf diese Weise eine neue Gruppe von guten Fachkräften kennenzulernen.

Kontakt: Ulrike Goldbach, Telefon: 0221 355065-40, E-Mail: ulrike.goldbach@stadt-koeln.de

Erfolgreiches Tandem im Mentoring-Programm Mentegra

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Fatemeh Moradabadi ist in der iranischen Hauptstadt Teheran geboren und seit September 2015 in Deutschland. Die verheiratete Mutter von zwei Kindern hat englische Literatur studiert und berufliche Erfahrungen in Personalmanagement, Projektplanung und Büroorganisation gesammelt.

Natalie Kühn ist Geschäftsführerin der SK Elektronik GmbH in Leverkusen. Das Elektronikunternehmen hat 36 Beschäftige und gilt für die Produktgruppe der Flammenionisationsdetektoren (FID) zur Schadstoffkontrolle im industriellen Bereich als Marktführer.
Beide lernten sich im Oktober 2021 auf der Tandembuilding-Veranstaltung von Competentia Region Köln kennen und sind in einen erfolgreichen Tandemprozess gestartet. Nach einer Hospitanz im Unternehmen ist Fatemeh Moradabadi dort mittlerweile fest als Industriekauffrau angestellt. Jetzt nachdem das Programm Mentegra beendet ist, geben sie Auskunft über ihre Erfahrungen.

Kurzinterview

Frau Moradabadi, was denken Sie heute über den Tandemprozess im Rahmen von Mentegra? Was war für Sie am wichtigsten am Austausch mit Frau Kühn?

Ich war zuerst nur dankbar, dass mir die IHK im Rahmen des Tandemprozesses eine Mentorin vermitteln konnte. Frau Kühn wollte sich um einen Praktikumsplatz bei Covestro bemühen, was aber wegen der Pandemie nicht möglich war. Vorher hatte sie mir bereits auch in Ihrer Firma ein Praktikum angeboten.

Frau Kühn, wie sehen Sie das? Gibt es etwas, dass Sie im Tandemprozess besonders beeindruckt hat?

Der Austausch über unsere unterschiedlichen Kulturen und Arbeitsweisen und die enorme Gastfreundlichkeit von Frau Moradabadi haben uns auch an Ihrer Kultur teilhaben zu lassen. Ich bin sehr gern Mentorin, insbesondere für Frauen, um auch hier eine Integration in Deutschland zu vereinfachen und gemeinsam Brücken zu bauen.

 Frau Moradabadi, wann ist Ihnen klar geworden, dass Sie gern bei SK Elektronik arbeiten würden?

Schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich bei SK- Elektronik sehr wohl. Dank des Führungsstils von Frau Kühn. Die Mitarbeiter waren alle freundlich und hilfsbereit. Mir wurde viel geholfen und die Arbeitsabläufe erklärt. In dieser Firma hat die Menschlichkeit einen hohen Stellenwert. Es gibt keinerlei Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit. In dieser positiven Arbeitsatmosphäre möchte man gerne arbeiten.

Frau Kühn, wie kam es dazu, dass Sie Frau Moradabadi einen Arbeitsplatz angeboten haben?

Innerhalb des Praktikums haben wir festgestellt, dass die akademische Ausbildung von Frau Moradabadi zwar eine etwas andere Ausrichtung hat, aber Frau Moradabadi zu vielen operativen Inhalten einer qualifizierten Industriekauffrau befähigt. Darüber hinaus zeigte Frau Moradabadi eine übergeordnete Integrationsfähigkeit und den enormen Willen Teil dieses Unternehmens und unserer Gemeinschaft zu sein. Sie hat sich mit allen ihr zur Verfügung stehendenden Möglichkeiten in ihre Arbeitsumwelt eingebracht.

Frage: Frau Moradabadi, inwiefern waren für Sie neben dem Tandemprozess auch die anderen Angebote des Mentoring-Programms nützlich?

Der punktuelle Austausch mit den anderen Mentees war interessant. Auch die verschiedenen Veranstaltungen boten viele gute Informationen, die man als Migrantin brauchen kann.

Frau Kühn, wie schätzen Sie die begleitenden Angebote und Veranstaltungen von Mentegra ein?

Wir hätten uns vielleicht an der ein oder anderen Stelle noch mehr Basisinformationen zum Thema Integration und interkulturelle Kompetenz gewünscht. Ein Austausch über das entstandene Netzwerk der Mentoren konnte natürlich jeder Zeit erfolgen und war auch sehr hilfreich, um den verschiedenen Mentees eine breitgefächerte, mentorenübergreifende Unterstützung zu geben.

1. Juni 2021: Digitale Abschlusstagung von Mentegra zeigte beeindruckende Fortschritte bei den Teilnehmenden des Mentoring-Programms

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Am 1. Juni 2021 zogen 23 Teilnehmende vor dem Bildschirm Bilanz auf der Abschlussveranstaltung des Projekts Mentegra. Es gab interessante Inputs, einen informativen Austausch unter anderem mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Köln, Bettina Mötting, und imponierende Berichte von den Tandems. 

Einen ausführlichen Nachbericht finden Sie hier

25.02.2021: Digitales Bergfest – Zwischenbilanz für alle Mentorinnen, Mentoren, Mentees und die Projektgruppe

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25 Teilnehmende fanden sich am 18. Februar 2021 zu einer zweistündigen Zwischenbilanz des Mentoring-Projekts Mentegra vor dem Bildschirm zusammen. Durch verschiedene Impulse angeregt, konnten Mentorinnen, Mentoren, Mentees und Projektgruppenmitglieder sich in digitalen Räumen kennenlernen und austauschen. Dabei wurden sowohl über erste Erfolge berichtet als auch bestehende Schwierigkeiten und Lösungsmöglichkeiten erörtert.

Eine motivierende Ansprache der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Köln, Bettina Mötting, mehrere informative Inputs und Workshops mit Vertreterinnen des Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit, der IHK Köln, der Kaus Servicestelle Köln und des Projektes ÖFFNUNGsZEITEN! IQ NRW sowie zahlreiche gewinnbringende Gespräche zwischen den Teilnehmenden prägten die digitale Zwischenbilanz zum Mentoring-Programm Mentegra. 

Einen ausführlichen Nachbericht finden Sie hier


8. Oktober 2020: Mentorinnen, Mentoren und Mentees trafen sich im Kölner Rathaus

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Foto: Competentia/R.Freude

Zum Kick off und Tandembuilding kamen die Mentorinnen, Mentoren und Mentees am 8. Oktober 2020 im Theodor-Heuss-Saal des Kölner Rathauses zusammen. Die Veranstaltung war der offizielle Start des Mentoring-Programmes zur beruflichen Integration geflüchteter Frauen des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Region Köln. Fünf Mentorinnen, zwei Mentoren und vier Mentees lernten sich gegenseitig kennen und vereinbarten die Rahmenbedingungen für ihre Zusammenarbeit im Tandem. Ein lebhafter Austausch unter den Teilnehmenden prägte die Veranstaltung.

ausführlicher Nachbericht

Kurzporträts der beteiligten Unternehmen


Mentoring ist erfolgreiches Instrument zur Förderung von Frauen

Drei Fragen an Viola Kelb*, die als externe Prozessbegleiterin Mentegra begleitet.

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Warum sind Mentoring-Programme sinnvoll und effektiv?

Mentoring-Programme sind vor allem im Bereich der Karriereförderung von Frauen in der Industrie und Wissenschaft ein erfolgreich eingesetztes Instrument. Denn leider gilt in sehr vielen Branchen immer noch: Je höher die Karrierestufe, desto geringer der Frauenanteil. Dadurch fehlt es den Frauen in ihrem beruflichen Umfeld an Vorbildern. Mentor*innen übernehmen diese Funktion, sie sind wichtige „Role-Models“ für Frauen, die ihnen zeigen, dass Frauen es in Führungspositionen schaffen können. Mentoring macht informelles Wissen zugänglich, das weder in einer Ausbildung erlernt noch im Internet gefunden werden kann: Netzwerke, Kontakte, Tipps, Tricks und Fettnäpfchen. Das ist ein ganz wesentlicher Aspekt im Mentoring und erhöht die Chancen derjenigen, die aufgrund struktureller Hürden erschwerten Zugang zu diesem Wissen haben, das für die Karriere extrem relevant ist.

Was ist das Besondere an Mentegra?

Bei Mentegra handelt es sich um ein so genanntes „betriebliches Mentoring“, weil die Rolle der Mentorinnen und Mentoren von Vertreterinnen und Vertretern mittelständischer Unternehmen übernommen wird. Damit unterscheidet sich Mentegra von vielen gängigen Mentoring-Programmen, in denen “Vorbilder“ mit ähnlichen biographischen und beruflichen Hintergründen diese Funktion übernehmen: So begleitet etwa eine bereits promovierte Person eine Doktorandin oder eine Führungskraft eine Berufsanfängerin. Bei Mentegra werden die Mentoring-Beziehungen hingegen durch unterschiedliche biographische Hintergründe geprägt sein. Die berufliche Sozialisation der teilnehmenden Frauen hat nicht in Deutschland stattgefunden. Die Idee ist, dass sie vom Erfahrungswissen ihrer Mentorinnen und Mentoren aus den Unternehmen profitieren und auf dieser Grundlage Wege in ihre berufliche Zukunft in Deutschland besser finden können.

Was reizt Sie persönlich daran, ein solches Programm zu koordinieren?

Das Potenzial von Mentoring-Programmen erlebe ich täglich im Rahmen meiner Arbeit an der Universität zu Köln. Ich bin mir sicher, dass beide Seiten sehr vom Programm profitieren werden: Die Mentorinnen und Mentoren aus den mittelständischen Unternehmen kommen mit einer qualifizierten und zukunftsträchtigen Zielgruppe in Kontakt. Die geflüchteten Frauen bekommen die Gelegenheit, ihre Qualifizierung vor Ort einzubringen und Kontakte zu knüpfen. Übrigens nicht nur Business-Kontakte, sondern vor allem auch als Peer-Group untereinander. Sie werden sich austauschen und gegenseitig unterstützen können, und Mentegra bieten den Rahmen dafür.

 * Viola Kelb ist Diplom-Pädagogin, Systemische Beraterin und Prozessbegleiterin. Ihre Themenschwerpunkte als Beraterin sind Kulturelle Bildung, Gender und Diversität. Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln koordiniert sie Förder- und Mentoringprogramme für Frauen.


Ein Faltblatt beschreibt Konzept von Mentegra und zeigt Vorteile für Unternehmen auf

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Eine Chance für kleine und mittlere Unternehmen ist das Projekt Mentegra von Competentia Region Köln. Ein eigens entwickeltes Logo macht das Projekt sichtbar, ein Faltblatt erläutert, worum es im Einzelnen bei dem Mentoring-Projekt gehen wird. Informieren Sie sich hier und melden Sie sich gern bei uns.

Faltblatt Mentegra herunterladen

Ein Faltblatt beschreibt Ablauf und Inhalt von Mentegra für die Mentees

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Das Projekt Mentegra gibt zehn geflüchteten qualifizierten Frauen die Möglichkeit, die deutsche Arbeitswelt kennenzulernen. In einem zwölfmonatigen Projekt bilden sich Tandems aus je einer Mentee und einer Unternehmerin/einem Unternehmer. Zusätzlich gibt es regelmäßige Austauschtreffen und Beratung durch Expertinnen und Experten. Informieren Sie sich hier und melden Sie sich gern bei uns.

Faltblatt herunterladen

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Köln

Hohe Str. 160 - 168
50667 Köln

Träger:
Stadt Köln

Ansprechperson:
Nurcan Gottschalk

Tel.: 0221/ 35 50 65- 0

e-Mail:
competentia@stadt-koeln.de

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