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Berufliche Integration geflüchteter Frauen

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Foto: AdobeStock/jackfrog

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Mentoring zur beruflichen Integration von qualifizierten geflüchteten Frauen (Mentegra)

Wir wollen mit zehn kleinen und mittleren Unternehmen und Betrieben das Mentoring-Programm Mentegra für geflüchtete Frauen durchführen. Im Rahmen von Mentegra können Sie als Mentorin oder Mentor geflüchtete Frauen als potenzielle Fachkräfte kennenlernen und dabei unterstützen, einen Einblick in die deutsche Arbeitswelt zu erhalten.

Mentegra umfasst:

  • Tandem-Treffen
    In regelmäßigen Treffen geben Sie persönliche Erfahrungen und informelles Wissen an Ihre Mentee weiter
  • Netzwerktreffen/Auftakt/Zwischenbilanz/Abschluss
    Sie knüpfen Kontakte zu anderen Unternehmen und nehmen an spannenden Workshops mit Expertinnen und Experten teil (fünf halbtägige Veranstaltungen)
  • Hospitanz
    Durch eine variabel nach Absprache zu organisierende, bis zu dreimonatige Hospitanz in Ihrem Unternehmen lernt die Mentee Ihr Berufsfeld näher kennen

Das einjährige Programm beginnt im Herbst 2020 und wird begleitet durch eine etablierte Zusammenarbeit von Kammern, Wirtschafts-förderungsgesellschaften und Jobcentern.

Wenn Sie sich grundsätzlich vorstellen können, als Mentorin oder Mentor eine neue Gruppe von Fachkräften zu unterstützen und damit als Vorbild für die Fachkräftegewinnung aktiv zu werden, melden Sie sich bei uns. Es geht bei Mentegra nicht um große Fallzahlen, sondern um die individuelle Chance jeder einzelnen Frau auf berufliche Integration und um Ihre Chance, auf diese Weise eine neue Gruppe von guten Fachkräften kennenzulernen.

Kontakt: Agnes Wojtacki, Telefon: 0221 355065-40, E-Mail: agnes.wojtacki@stadt-koeln.de

Mentegra: Mentorinnen, Mentoren und Mentees trafen sich im Kölner Rathaus

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Foto: Competentia/R.Freude

Zum Kick off und Tandembuilding kamen die Mentorinnen, Mentoren und Mentees am 8. Oktober 2020 im Theodor-Heuss-Saal des Kölner Rathauses zusammen. Die Veranstaltung war der offizielle Start des Mentoring-Programmes zur beruflichen Integration geflüchteter Frauen des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Region Köln. Fünf Mentorinnen, zwei Mentoren und vier Mentees lernten sich gegenseitig kennen und vereinbarten die Rahmenbedingungen für ihre Zusammenarbeit im Tandem. Ein lebhafter Austausch unter den Teilnehmenden prägte die Veranstaltung.

ausführlicher Nachbericht

Kurzporträts der beteiligten Unternehmen


Mentoring ist erfolgreiches Instrument zur Förderung von Frauen

Drei Fragen an Viola Kelb*, die als externe Prozessbegleiterin Mentegra begleitet.

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Warum sind Mentoring-Programme sinnvoll und effektiv?

Mentoring-Programme sind vor allem im Bereich der Karriereförderung von Frauen in der Industrie und Wissenschaft ein erfolgreich eingesetztes Instrument. Denn leider gilt in sehr vielen Branchen immer noch: Je höher die Karrierestufe, desto geringer der Frauenanteil. Dadurch fehlt es den Frauen in ihrem beruflichen Umfeld an Vorbildern. Mentor*innen übernehmen diese Funktion, sie sind wichtige „Role-Models“ für Frauen, die ihnen zeigen, dass Frauen es in Führungspositionen schaffen können. Mentoring macht informelles Wissen zugänglich, das weder in einer Ausbildung erlernt noch im Internet gefunden werden kann: Netzwerke, Kontakte, Tipps, Tricks und Fettnäpfchen. Das ist ein ganz wesentlicher Aspekt im Mentoring und erhöht die Chancen derjenigen, die aufgrund struktureller Hürden erschwerten Zugang zu diesem Wissen haben, das für die Karriere extrem relevant ist.

Was ist das Besondere an Mentegra?

Bei Mentegra handelt es sich um ein so genanntes „betriebliches Mentoring“, weil die Rolle der Mentorinnen und Mentoren von Vertreterinnen und Vertretern mittelständischer Unternehmen übernommen wird. Damit unterscheidet sich Mentegra von vielen gängigen Mentoring-Programmen, in denen “Vorbilder“ mit ähnlichen biographischen und beruflichen Hintergründen diese Funktion übernehmen: So begleitet etwa eine bereits promovierte Person eine Doktorandin oder eine Führungskraft eine Berufsanfängerin. Bei Mentegra werden die Mentoring-Beziehungen hingegen durch unterschiedliche biographische Hintergründe geprägt sein. Die berufliche Sozialisation der teilnehmenden Frauen hat nicht in Deutschland stattgefunden. Die Idee ist, dass sie vom Erfahrungswissen ihrer Mentorinnen und Mentoren aus den Unternehmen profitieren und auf dieser Grundlage Wege in ihre berufliche Zukunft in Deutschland besser finden können.

Was reizt Sie persönlich daran, ein solches Programm zu koordinieren?

Das Potenzial von Mentoring-Programmen erlebe ich täglich im Rahmen meiner Arbeit an der Universität zu Köln. Ich bin mir sicher, dass beide Seiten sehr vom Programm profitieren werden: Die Mentorinnen und Mentoren aus den mittelständischen Unternehmen kommen mit einer qualifizierten und zukunftsträchtigen Zielgruppe in Kontakt. Die geflüchteten Frauen bekommen die Gelegenheit, ihre Qualifizierung vor Ort einzubringen und Kontakte zu knüpfen. Übrigens nicht nur Business-Kontakte, sondern vor allem auch als Peer-Group untereinander. Sie werden sich austauschen und gegenseitig unterstützen können, und Mentegra bieten den Rahmen dafür.

 * Viola Kelb ist Diplom-Pädagogin, Systemische Beraterin und Prozessbegleiterin. Ihre Themenschwerpunkte als Beraterin sind Kulturelle Bildung, Gender und Diversität. Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln koordiniert sie Förder- und Mentoringprogramme für Frauen.


Ein Faltblatt beschreibt Konzept von Mentegra und zeigt Vorteile für Unternehmen auf

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Eine Chance für kleine und mittlere Unternehmen ist das Projekt Mentegra von Competentia Region Köln. Ein eigens entwickeltes Logo macht das Projekt sichtbar, ein Faltblatt erläutert, worum es im Einzelnen bei dem Mentoring-Projekt gehen wird. Informieren Sie sich hier und melden Sie sich gern bei uns.

Faltblatt Mentegra herunterladen

Ein Faltblatt beschreibt Ablauf und Inhalt von Mentegra für die Mentees

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Das Projekt Mentegra gibt zehn geflüchteten qualifizierten Frauen die Möglichkeit, die deutsche Arbeitswelt kennenzulernen. In einem zwölfmonatigen Projekt bilden sich Tandems aus je einer Mentee und einer Unternehmerin/einem Unternehmer. Zusätzlich gibt es regelmäßige Austauschtreffen und Beratung durch Expertinnen und Experten. Informieren Sie sich hier und melden Sie sich gern bei uns.

Faltblatt herunterladen

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Köln

Hohe Str. 160 - 168
50667 Köln

Träger:
Stadt Köln

Ansprechperson:
Agnes Wojtacki

Tel.: 0221/ 35 50 65- 40

e-Mail:
competentia@stadt-koeln.de

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