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15.09.2020 - Good Practice: Homeschooling und Homeoffice sind nicht vereinbar

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Kim Bauer ist Geschäftsführerin der Netempire Software GmbH in Rösrath, einem Unternehmen, das seit 20 Jahren mit zurzeit 35 Mitarbeitenden über die Unternehmensgruppe, Software-, App- und IT-Lösungen entwickelt. Sie sieht in der Corona-Pandemie eine Herausforderung für Unternehmen und für die Gesellschaft in ungeahntem Ausmaß.

Frau Bauer, haben sich die Arbeitsbedingungen bei Netempire durch die Corona-Pandemie verändert und wenn ja, wie?
Corona hat vieles auf den Kopf gestellt – Beispielsweise sind kontaktlose Prozesse ein wichtiges Thema geworden und digitale Lösungen gefragter denn je. In IT-Entwicklungen und IT-basierte Digitalisierung von Geschäftsmodellen liegt unsere Kernkompetenz und natürlich versuchen wir, wie alle Unternehmen, Chancen wahrzunehmen. So entwickeln wir zurzeit ein „simples“ System zur kontaktlosen Bezahlung, Registrierung und Kontaktnachverfolgung, das es auch kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglicht, ihre diesbezüglichen Engpässe einfach zu lösen.
Die Umsetzung erfolgt nun aufgrund der Situation um COVID 19 zum Teil vollständig remote. Die Möglichkeit für Homeoffice gab es bereits zuvor. Als dann aber alle aus dem Homeoffice arbeiten und die gleiche Ergebnisqualität erzielt werden soll, merkten wir, dass es für das gesamte Team bedeutet, sich „neu“ aufzustellen. Die persönliche Begegnung fehlte und wurde vermisst. Der Teamspirit muss somit mehr auf der digitalen Ebene stattfinden. Alle Führungskräfte sind mit erhöhten Kommunikations- und Koordinationsanforderungen konfrontiert. Hier muss eine Art neuer Führungsstil für ein „digitales“ Miteinander entwickelt werden.

Gab es Herausforderungen im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Familie/Pflege und Beruf?
Auf dem Tech Campus Haus Staade haben wir eine Kindertagesstätte, die während des Lock Downs schließen musste. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kinder haben, für mich selbst, bedeutete es eine erhebliche Anstrengung, Homeschooling und Homeoffice zu vereinbaren. Im Ergebnis: Meine Wahrnehmung ist, Homeschooling und Homeoffice sind nicht vereinbar!

Was denken Sie, welche von diesen Veränderungen bleibt auch in Zukunft bestehen?
Wir werden das Thema Homeoffice und flexible Arbeitszeiten weiter intensivieren. Für uns ist wichtig, dass wir im Team im persönlichen Austausch bleiben, eine gute Beziehung und Nähe haben. Das bedeutet, nur ein Arbeiten von zuhause ist für uns nicht vorstellbar. Wir wissen zu schätzen, was unsere Kollegen in den letzten Wochen unter den gegebenen Bedingungen alleine zu Hause geleistet haben.
Unternehmen werden insgesamt flexibler werden. Ich glaube, nun fallen die Hürden und Bedenken, auch in Unternehmen, die sich die Flexibilisierung von Arbeitsort und -zeit bisher nicht zugetraut haben. Als Unternehmen können wir den Rahmen schaffen. Ob es funktioniert, hängt vor allem davon ab, wie die Umsetzung und der verantwortliche Umgang mit Homeoffice und flexiblen Arbeitszeiten vom Team gelebt wird. Es bedeutet für alle Seiten, mehr Verantwortung zu übernehmen.

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Köln

Hohe Str. 160 - 168
50667 Köln

Träger:
Stadt Köln

Ansprechperson:
Agnes Wojtacki

Tel.: 0221/ 35 50 65- 40

e-Mail:
competentia@stadt-koeln.de

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