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19.08.2020 - Good Practice: 4 Fragen zur Rekrutierung während der Pandemie an:

Killian, Alexas_klein

Pam Killian, Verantwortliche für Digitales Marketing und Anna-Marie Alexas, Verantwortliche für Personalmarketing bei Netempire Software GmbH in Rösrath-Hoffnungsthal

Netempire benötigte dringend neue Mitarbeitende im April 2020. Wie haben Sie den Bewerbungsprozess während des Lock Downs gestaltet?
Für uns ist es besonders wichtig, den Menschen kennenzulernen. Wir legen Wert darauf, dass es auf beiden Seiten passt und wir als Team gut funktionieren. Deshalb sind uns klassische Bewerbungsunterlagen mit Zahlen, Daten & Fakten nicht so wichtig. Wir legen mehr Wert auf persönliche Interessen, um den Menschen hinter der Bewerbung kennenzulernen. Während des Lock Downs mussten wir vermehrt auf Telefongespräche zurückgreifen.

Bei einem konkreten Fall haben Sie dem Bewerber sogar eine Webcam geschenkt. Wie kam es dazu?
Uns erreichte eine interessante Bewerbung, woraufhin wir ein Erstinterview per Telefon mit dem Bewerber führten. Nach einem sehr netten Gespräch, fragten wir ihn, ob wir uns im zweiten Schritt der Bewerbung per Videocall mit ihm verbinden können. Er war gerne bereit dazu, nur leider verfügte er nicht über die technische Ausstattung. Wir haben den Bewerber mit einer neuen Webcam überrascht, die er per Post zugeschickt bekam. Uns ist es wichtig, sich bei einem Gespräch auch in die Augen schauen zu können. Das ist verbindender und man lernt sich noch aus einem anderem „Blickwinkel“ kennen.

Wie ist es ausgegangen? Arbeitet der Bewerber mittlerweile für Netempire?
Die Position hat ein anderer Bewerber bekommen. Wir befinden uns jedoch im Austausch mit ihm, weil wir uns gut verstanden haben und der Meinung sind, dass er sehr gut in das Team passt. Wir bleiben sehr gerne in Kontakt, wenn wir gegenseitig den Eindruck haben, hier könnte es miteinander stimmen.

Welche Empfehlungen für andere Unternehmen können Sie aufgrund Ihrer Erfahrungen mit digitalen Bewerbungsgesprächen an andere kleine und mittlere Unternehmen weitergeben?
Gerade in der aktuellen Pandemiesituation ist natürlich die digitale Kommunikation der bessere, in Zeiten des Lock-Downs sogar der einzige Weg. Wir kennen das alle: Die Bewerbungsgesprächssituation ist grundsätzlich so, dass die Bewerber nervös sind, das gilt auch für das Gespräch auf digitalem Wege.
Alles, was hilft, eine entspannte Gesprächsatmosphäre zu schaffen, ist wichtig. Eine besondere Herausforderung ist daher der technische Rahmen. Klären Sie im Vorfeld, was bekannt und vorhanden ist, beispielsweise ob die Bewerberin oder der Bewerber für die Videokonferenz, ein Smartphone oder Laptop mit Webcam nutzt, überhaupt über eine Webcam, eine gute Internetverbindung verfügt, fragen Sie nach den Erfahrungen mit Videokonferenzen, und beruhigen Sie den/die Bewerber, wenn Sie merken, dass Unsicherheit aufkommt. Was hier helfen kann, ist z.B. ein Angebot einen kurzen Testlauf am Tag zuvor zu machen.

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Köln

Hohe Str. 160 - 168
50667 Köln

Träger:
Stadt Köln

Ansprechperson:
Agnes Wojtacki

Tel.: 0221/ 35 50 65- 40

e-Mail:
competentia@stadt-koeln.de

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