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28.05.2015 - Rückblick auf die Veranstaltung "Ideen verbinden - Familienbewusste Personalpolitik in Pflegeberufen" am 5. Mai 2015 in Gummersbach

Ideen verbinden - Familienbewusste Personalpolitik in Pflegeberufen am 5. Mai 2015 in Gummersbach

Im vergangenen Jahr hat das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Köln gemeinsam mit dem Oberbergischen Kreis und Vertreterinnen und Vertretern der Oberbergischen Pflegekonferenz, der Agentur für Arbeit, der Jobcenter und Personalverantwortliche aus Pflegeeinrichtungen über Maßnahmen der familienbewussten Personalpolitik informiert und einen Austausch und Vernetzung ermöglicht.

Der Abschluss dieser Veranstaltungsreihe hat am 05.05.2015 in Gummersbach stattgefunden. Wie kann es gelingen, familienfreundliche Maßnahmen in der Arbeitswelt der Pflege so zu gestalten, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre familiären Verpflichtungen und Wünsche mit ihren beruflichen Aufgaben in Einklang bringen können?

Mit dieser Frage setzte sich die Veranstaltung "Ideen verbinden - Familienbewusste Personalpolitik in Pflegeberufen" auseinander. Denn angesichts eines schon jetzt spürbaren Fachkräftemangels in der Kranken- und Altenpflege bedarf es ideenreicher Wege, um weiterhin kompetente Fachkräfte im Oberbergischen Kreis zu finden und langfristig zu binden. 30 Gäste aus stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen, von Verbänden und Trägern sind der Einladung gefolgt.

Einladung:/competentia/kompetenzzentren/kompetenzzentrum_Koeln/interessantes/Archiv_2015/Einladung-A5-Fam-Personalpolitik_5.pdf

 

Begrüßung durch die stellvertretende Landrätin des Oberbergischen Kreises

Die stellvertretende Landrätin Frau Ursula Mahler betonte in ihrer Eingangsrede, wie wichtig gute Fachkräfte gerade im Bereich der Pflege sind, "... denn schon im Jahr 2060 wird jeder 3. Bundesbürger über 65 Jahre alt sein, die Einwohnerzahlen und die Zahlen der Menschen im erwerbsfähigen Alter werden jedoch rückläufig sein". Und schon heute würden viele Fachdienste dringend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Betreuung und Pflege der Senioren suchen, der Fachkräftemangel im Oberbergischen Kreis wäre angekommen und nähme im Bereich der Pflege weiter zu.

 

Informationen zum "ElterngeldPlus" und Gesetz zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege

Jekaterina Rudolph vom Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie" informiert die anwesenden Unternehmen aus der Pflegebranche, wie mit dem neuen "ElterngeldPlus" und dem Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf" die Pflegefachkräfte unterstützt werden können.

Zur Präsentation: /competentia/kompetenzzentren/kompetenzzentrum_Koeln/interessantes/Archiv_2015/150505-Gummersbach-Nachdokumentation.pdf

Links und Downloads zu Angebote für Unternehmen zu Informationsbroschüren, Handreichungen und zum Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie"

Sie stellte zudem eine Reihe an Serviceleistungen des Unternehmensnetzwerks "Erfolgsfaktor Familie" des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (GIHK) zur Familienfreundlichkeit vor. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und ermöglicht einen branchenspezifischen Austausch von Ideen, Maßnahmen und Erfahrungen und es wird eine Vielzahl von Informationsbroschüren und Handreichungen rund um das Thema der Familienfreundlichkeit im Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Zur kostenlosen Registrierung gelangen Sie hier: http://www.erfolgsfaktor-familie.de/default.asp?id=109

 

Informationsbroschüre zum ElterngeldPlus

Link: http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationsliste,did=212958.html

 

Weitere Informationen zum Elterngeld für Unternehmen und Beschäftigte

Link: http://www.elterngeld-plus.de/

 

Bestellung und Download der Broschüre "Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Altenhilfe - Aus der Praxis für die Praxis": http://erfolgsfaktor-familie.de/data/downloads/webseiten/141111_Vereinbarkeit%20von%20Beruf%20und%20Familie%20in%20der%20Altenhilfe.pdf

 

Weitere Informationen, Downloads und Bestellmöglichkeiten, u. a. der Broschüren

  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Krankenhaus
  • Handreichung zu familienbewusste Arbeitszeiten
  • Vereinbarkeit von Beruf und Pflege - Wie Unternehmen Beschäftigte mit Pflegeaufgaben unterstützen können

unter: http://www.erfolgsfaktor-familie.de/

 

Familienbewusste Personalpolitik in der Pflege - Vorteile, Handlungsfelder, Tipps zur Umsetzung

Frauke Greven von der Spielraum gGmbH berichtete anschließend über eine Reihe von familienfreundlichen Maßnahmen, die Pflegeeinrichtungen für ihre Beschäftigten umsetzen können. Diese reichen von Modellen flexibler Arbeitsplatzgestaltung bis hin zu konkreten Steuervorteilen für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die beispielsweise eine Kinderbetreuung anbieten.

Präsentation: /competentia/kompetenzzentren/kompetenzzentrum_Koeln/interessantes/Archiv_2015/150505-Pra_sentation_Familienbewusste-Personalpolitik.pdf

 

Talkrunde: Möglichkeiten und Grenzen einer familienbewussten Personalpolitik in der Pflege

Praktische Beispiele aus dem Oberbergischen Kreis mit folgenden Talkgästen rundeten die Veranstaltung ab:

Alwine Pfefferle, Geschäftsbereichsleiterin Kinder, Jugend, Familie und Beratungsdienste AWO Kreisverband Rhein-Oberberg e.V.

Brigitte Joraschkewitz, Leiterin AWO Seniorenzentrum Wiehl

Barbara Kitzerau, Tagesmütternetz Oberberg e.V.

Sebastian Wirth, Geschäftsführer Diakonie vor Ort gGmbH, Gummersbach

Susanne Uelner, Leiterin Evangelisches Familienzentrum Müllenbach, Marienheide

In der Talkrunde wurde deutlich, dass das Ziel einer guten Versorgung von Pflegebedürftigen nur durch motivierte und gut ausgebildete Fachkräfte erreicht wird. Veranschaulicht wurde anhand einzelner Beispiele, wie sich einzelne Pflegeanbieter mit innovativen Ansätzen engagieren, um ihre Fachkräfte zu binden und zu finden.

Um den Bedarf an Betreuung in der Familie bei den Beschäftigten angemessen berücksichtigen zu können, ist der regelmäßige Dialog zwischen den Personalverantwortlichen und Beschäftigten zur familiären Situation notwendig, um auf Veränderungen in der Familiensituation rechtzeitig und lösungsorientiert reagieren zu können.

Brigitte Joraschkewitz vom AWO Seniorenzentrum Wiehl warb für mehr Toleranz und Offenheit aller Beteiligten, wenn es um die Flexibilisierung der Arbeitszeiten im Schichtdienst geht und dass zudem im Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern vieles möglich ist, um die Arbeitszeiten mit den familiären Pflichten zu Hause in Einklang zu bringen.

Sebastian Wirth von der Diakonie vor Ort gGmbH Gummersbach berichtete über "Müttertouren" im ambulanten Pflegedienst. Für diese Touren gewann er durch Stellenausschreibungen erfolgreich Pflegekräfte für den Vormittagsbereich, die ihre Dienste flexibel untereinander abstimmen.

Ein zusätzliches Entgelt für Eltern oder zielgenauer für eine Randzeitenbetreuung von Kindern bei Schichtarbeit waren weitere Empfehlungen an Einrichtungsleitungen, um Fachkräfte zu binden und Nachwuchssicherung zu betreiben.

Passgenaue Kinderbetreuungsmöglichkeiten sind in der Pflegebranche wie auch in anderen Branchen von zentraler Bedeutung - sowohl für die weiblichen wie auch für die männlichen Beschäftigten.Kooperationen mit dem Tagesmütternetz Oberberg e.V. ermöglichen hierfür individuelle Lösungen in der Kinderbetreuung, auch außerhalb der Kernzeiten.

Kooperationen zwischen Unternehmen, Kindertagesstätten und dem Tagesmütternetz ermöglichen sowohl langfristige als auch punktuelle Lösungsmöglichkeiten für die Kinderbetreuung, wobei die räumlichen Entfernungen im Oberbergischen Kreis sich dabei oftmals erschwerend auswirken können.

Alwine Pfefferle des AWO Kreisverband Rhein-Oberberg e.V. berichtete in diesem Zusammenhang vom bundesweiten AWO Elternservice http://www.elternservice-awo.de/cms/.

Dieser bietet für Unternehmen und Institutionen Beratungs- und Vermittlungsleistungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege vor Ort an.

Ein weiteres Beispiel flexibler Kinderbetreuungszeiten zeigt zum Beispiel auch die Öffnungszeiten des Familienzentrums in Marienheide-Müllenbach. Die Kindertagesstätte schließt dort erst um 17 Uhr und richtet sich auch bei den Anfangszeiten nach den Bedarfen der Mütter und Väter. In Zusammenarbeit mit dem Tagesmütternetz Oberberg e.V. wird zudem außerhalb der Kernöffnungszeiten in deren Räumlichkeiten auf Wunsch zusätzliche Betreuung ermöglicht.

Sozialdezernent Dr. Jorg Nürmberger hob in seinem Schlusswort hervor, dass die Fachveranstaltung gezeigt habe, dass im Oberbergischen Kreis zwar schon vieles angeboten werde, weiterhin aber von allen Beteiligten viel Kreativität gefordert sei, um dem zunehmenden Fachkräftemangel in der Pflegebranche zu begegnen.

 

 

 

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Köln

Hohe Str. 160 - 168
50667 Köln

Träger:
Stadt Köln

Ansprechperson:
Elena Reifenröther

Tel.: 0221/ 35 50 65- 30

e-Mail:
competentia@stadt-koeln.de

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