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16.12.2019 - Good-Practice: „Nicht die Anwesenheit zählt, sondern die Ergebnisse“

Terbrüggen_klein

Foto: Peter Johann Kierzkowski

Stephanie Terbrüggen ist Geschäftsführerin der Terbrüggen Show-Produktion GmbH in Köln. Die Eventagentur, die deutschlandweit und auch in den Nachbarländern Kinderveranstaltungen und Eventmarketing mit Großkostümen, sogenannten Maskottchen, durchführt, hat sie 1991 noch während ihres Studiums der Sportwissenschaft gegründet. Etwa  2000 Veranstaltungen im Jahr unterstützt das Team aus 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Jahr mit außergewöhnlichen Shows, Event-Konzepten und Kinderattraktionen. Für die 54-Jährige ist die Grundlage für Flexibilität in der Arbeitsgestaltung das Vertrauen in ihr Team.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

In den ersten Jahren nach der Gründung hat Stephanie Terbrüggen das junge Unternehmen geführt und gleichzeitig schon zwei ihrer drei Kinder bekommen. Sie weiß also aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, Elternteil und Unternehmerin zugleich zu sein. Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf treibt sie seit dieser Zeit um. „Ich habe für jedes meiner Kinder ein Betreuungskonzept gesucht, dass zur jeweiligen Lebensphase passte.“ Der jüngste Sohn beispielsweise hatte eine Tagesmutter, die zur Familie nach Hause kam und auch für die Betreuung der Geschwister außerhalb der Schulzeiten und bei Krankheiten zuständig war. So konnte die Unternehmerin arbeiten gehen, wenn auch mit reduzierten Präsenzzeiten. Sie ist bis heute der Meinung, dass „nicht die Anwesenheit zählt, sondern die Ergebnisse. Ich habe schon auf dem Kinderspielplatz gute Ideen kreiert, das geht manchmal besser als im Büro.“

Individuelle Lösungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das eigene Erleben prägt auch den Umgang der Unternehmerin mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. So hat sie zum Beispiel Verständnis, wenn ein junger Vater bei der Nikolausfeier seiner Töchter im Kindergarten dabei sein möchte und deshalb früher geht. Oder, dass die Kostümbildnerin nur drei Tage arbeitet, aber bei dichter Auftragsdichte auch häufiger kommt. „Ich bin da offen für individuelle Lösungen“, sagt Stephanie Terbrüggen. Sie verhehlt nicht, dass zu dieser Flexibilität viel Vertrauen und langfristige Planung gehören. „Teilzeit oder Elternzeit zu ermöglichen, bedeutet für eine so kleine Agentur, dass man über Jahre Vertrauen aufbaut, damit sich Mitarbeitende gegenseitig vertreten können. Ich bin stolz darauf, dass wir beispielsweise auffangen konnten, dass ein Mitarbeiter in der Elternzeit nur 20 Stunden arbeiten wollte. Wir haben das so organisiert, dass ein Mitarbeiter, der bei uns die Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann gemacht hat, eine feste Stelle bekommen hat.“

Mitglied in der Vollversammlung der IHK Köln

Stephanie Terbrüggen sieht auch, dass sie mit dieser Haltung als Arbeitgeberin attraktiv bleibt: „Die junge Generation möchte nicht auf herkömmliche Weise geführt werden, die neuen Auszubildenden sind ganz anders als die vor zehn Jahren, wir lernen voneinander.“ Andererseits gibt ihr das Vertrauen in ihr Team die Freiheit, sich außerhalb der Firma zu engagieren, zum Beispiel in der Industrie- und Handelskammer zu Köln, in deren Vollversammlung, sie kürzlich gewählt wurde. „Ehrenamtliches Engagement ist mir wichtig, zum einen für die persönliche Zufriedenheit im Leben, zum anderen liefern mir die externen Kontakte wertvolle Impulse, sie sind wie eine Art Fortbildung für mich.“

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Köln

Hohe Str. 160 - 168
50667 Köln

Träger:
Stadt Köln

Ansprechperson:
Elena Reifenröther

Tel.: 0221/ 35 50 65- 30

e-Mail:
competentia@stadt-koeln.de

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