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21.11.2017 - Erfahrungsaustausch zu weiblichem Nachwuchs in technischen Berufen

Hagen 21.11.2017. Neue Wege, um mehr weiblichen Nachwuchs für technische Berufe zu gewinnen, präsentierten am 16.11.2017 das Kompetenzzentrum Frau & Beruf der agentur mark GmbH und der Unternehmensverein Technikförderung Südwestfalen mit den zdi Netzwerken technik_mark und Ennepe-Ruhr beim „MINT-Fachforum“. Die Veranstaltung bei der BURG F.W. Lüling KG in Hagen sollte Unternehmen aktivieren, offensive Nachwuchswerbung zu betreiben und hierbei besonders Mädchen und junge Frauen anzusprechen, die in technischen, naturwissenschaftlichen und IT-Berufen noch immer unterrepräsentiert sind.

Christoph Brünger, bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) für Standortpolitik zuständig und im Vorstand des Vereins Technikförderung Südwestfalen, unterstrich in seiner Eröffnung die gute Zusammenarbeit der Akteure vor Ort, die der weiblichen MINT- Nachwuchsförderung deutlich mehr Gewicht verleihe. Es sei schon jetzt zu beobachten, dass die Unternehmen zunehmend aktiv um Mädchen und Frauen für diesen Bereich werben.

Achim Lüling, Geschäftsführer der BURG F.W. Lüling KG, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Unternehmenskultur. Herzstück bei Burg Lüling sei eine „werteorientierte Führung“. In einer sehr flachen Hierarchie könnten sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter optimal einbringen, was gerade auch für die Nachwuchskräfte einen hohen Stellenwert habe.

Mit ihrem Impulsvortrag ging Prof. Dr.-Ing. Susanne Staude, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Hochschule Ruhr West, dem Vorurteil nach, Frauen seien für naturwissenschaftliche und technische Berufe nicht geeignet. So gäbe es vor allem drei Gründe, weshalb selbst Schülerinnen, die mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer an der Schule erfolgreich absolvieren, den Unternehmen auf dem Weg zum Beruf verloren gehen: „Neben den noch immer vorhandenen gesellschaftlichen Rollenerwartungen, sind das Image der Berufe und das betriebliche Umfeld – oder bei Studentinnen das Umfeld der Hochschule - verantwortlich.“

Welche Möglichkeiten Unternehmen haben, weibliche Talente zu finden, zu entwickeln und für sich zu nutzen, präsentierten anschließend die Unternehmen Dörken MKS-Systeme GmbH & Co. KG (Herdecke), C.D. Wälzholz KG (Hagen), Sudhaus GmbH & Co. KG (Iserlohn), und GLORIA Haus- u. Gartengeräte GmbH (Witten). Ergänzt wurden diese Beispiele durch Unterrichtserfahrungen des Fichte-Gymnasiums in Hagen, präsentiert von der Mathematik- und Physiklehrerin Lisa Lücking.

Ein Schlüsselfaktor bei der Förderung weiblicher MINT-Nachwuchskräfte sei das Betriebsklima, so die Beteiligten. Eine offene Unternehmenskultur und eine aktive Ansprache von Mädchen, z.B. auf regionalen Ausbildungsmessen, dem Tec Day oder durch den Einsatz weiblicher Ausbildungsbotschafter, seien hilfreich, um das falsche Image von Männer- und Frauenberufen aufzubrechen. Es müssten alle Hürden beseitigt werden, die Mädchen davon abhielten, einen MINT-Beruf zu ergreifen.

„Wir sind mit dem Thema noch lange nicht am Ende, das braucht Zeit und einen langen Atem. Wir müssen gerade auch die Unternehmen erreichen, die heute nicht hier sind“, so das Fazit von Bettina Schneider, Mitinitiatorin des MINT-Fachforums und Leiterin des Kompetenzzentrums Frau & Beruf der agentur mark.

Für das nächste Jahr ist eine regionale MINT-Kampagne mit und für Unternehmen angedacht, bei der  das Elternhaus ebenso in den Blick genommen wird, wie Schule, Hochschule und die regionale Wirtschaft.

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Foto: Lisa Lücking, Fichte-Gymnasium Hagen, berichtet von ihren Erfahrungen

Die agentur mark GmbH unterstützt mit dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) des Ennepe-Ruhr-Kreises (Süd), des Märkischen Kreises und der Stadt Hagen bei der Umsetzung einer frauenfördernden und familienfreundlichen Personalpolitik. Denn wollen sich Unternehmen heute attraktiv für Fachkräfte präsentieren, müssen sie dem Wandel der Geschlechterrollen Rechnung tragen: Immer mehr gut ausgebildete (junge) Frauen planen ihre Karrieren und setzen hierbei auch auf eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die entsprechenden Rahmenbedingungen in den Unternehmen.

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union.

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Märkische Region

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58091 Hagen

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Ansprechperson:
Johanna Muhl

Tel.: 02331 / 488 78 - 14
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e-Mail:
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