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Flexible Arbeits(zeit)modelle

Flexible Arbeitszeitmodelle kommen im Rahmen der Vereinbarkeit von Familie/Pflege und Beruf insbesondere Frauen und deren Anforderungen an moderne Arbeitsbedingungen entgegen.

Vorteile für Unternehmen

Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit:
  • Imagegewinn durch positives Employer-Branding.
  • Vielfältige Arbeitszeitmodelle als Argument bei der Rekrutierung von Fachpersonal.
  • Höhere Kundenzufriedenheit durch gesteigerte Produktivität und Qualität der Arbeit.
Sinkende Kosten:
  • Verringerte Rekrutierungskosten durch weniger Personalfluktuation.
  • Niedrigerer Krankenstand und kürzere Fehlzeiten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
  • Wegfall von Einarbeitungszeiten durch Erhaltung von betriebsspezifischem Fachwissen.
  • Effektiverer Personaleinsatz und Abbau von Überstundenzuschlägen.
  • Erweiterte Betriebszeiten und bessere Anpassung an saisonale und konjunkturelle Schwankungen durch Flexibilität.
Höhere Mitarbeitermotivation und -bindung:
  • Attraktivere Gestaltung von Arbeitsbedingungen.
  • Persönliche Zeitsouveränität.
  • Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie/Pflege und Beruf.

Varianten flexibler Arbeitszeitmodelle

Teilzeit:

Kürzere Arbeitszeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Vergleich zu Vollzeitbeschäftigten im Unternehmen: entweder bei gleichbleibender reduzierter Wochenarbeitszeit oder in der Gesamtverteilung über ein Jahr. Möglichkeiten zur Festlegung der täglichen, der wöchentlichen oder der Jahresarbeitszeit - ohne oder mit Ansparmöglichkeit und in Verbindung mit Telearbeit.

Jobsharing (Arbeitsplatzteilung):

Vereinbarung des Arbeitgebers zur Arbeitszeitteilung zwischen zwei oder mehr Beschäftigten an einem Arbeitsplatz. Zwischen den Beteiligten besteht eine enge organisatorische und/oder inhaltliche Verknüpfung. Die Abstimmung der zu verteilenden Arbeitszeit wird unter den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern selbst vorgenommen.

Gleitzeit:

Die Beschäftigten gestalten die Lage und Dauer der Arbeitszeit innerhalb eines vorgegebenen Rahmens selber. Drei Varianten sind möglich: feste tägliche Arbeitszeit mit variablem Arbeitsbeginn und –ende, Arbeitszeit ohne feste Kernarbeitszeit, individuelle Zeitfestlegung im Team der Arbeitgeberin/ des Arbeitgebers.

Vertrauensarbeitszeit:

Beschäftigte steuern ihre Arbeitszeit zu einem hohen Grad selber bei gleichzeitigem Verzicht auf Kontrolle durch die Arbeitgeberin/ den Arbeitgeber.

Telearbeit:

Beschäftigte verrichten in verschiedenen Arbeitsformen zumindest einen Teil der Arbeit außerhalb der Gebäude des Arbeitgebers. Es wird zwischen vier verschiedenen Varianten unterschieden: alternierende Telearbeit, Teleheimarbeit, Telearbeit in Wohnortnähe und mobile Telearbeit.

Arbeitszeitkonten:

Flexibles Modell von vertraglich festgelegter, gleichmäßig verteilter Vertragsarbeitszeit. Möglichkeit zur Bildung von Zeit- und Wertguthaben in einem festgelegten Umfang und deren Ausgleich innerhalb eines vereinbarten Zeitraumes. Geführt werden Zeit - oder Wertguthaben. Möglichkeit zur Anlage von Kurzzeit- und Langzeitkonten.

Drei Schritte in die Realität

Vorbereitung
  • Einbeziehung des Betriebsrates in die Gestaltung flexibler Arbeitszeitregelungen, gegebenenfalls Festlegung einer Betriebsvereinbarung für mehr Transparenz und Schaffung einheitlicher Standards.
  • Empfehlenswert ist die Durchführung einer Bedarfsanalyse in der Belegschaft vor einer geplanten Umsetzung. Dient der Gewährleistung von Erfassung vorhandener Notwendigkeiten und der Wertschätzung von Bedürfnissen der Beschäftigten.
  • Einbindung von Vertretern aus verschiedenen Ebenen des Unternehmens durch Gründung von Projektgruppen zur aktiven Umsetzung.
Umsetzung
  • Überprüfung und Aktualisierung bereits genutzter Modelle.
  • Diskussion und Auswahl des passenden Arbeitszeitmodells unter Bereitstellung aller notwendigen Informationen für alle Prozessbeteiligten über Möglichkeiten und Grenzen der Flexibilisierung.
  • Berücksichtigung rechtlicher Grundlagen vor allem nach §§ 3, 4, 5, 16 Arbeitszeitgesetz (ArbZG), sowie §§ 80, 87 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG).
  • Die Festlegung einzuhaltender Regeln bei der Einführung und Umsetzung des gewählten Modells erleichtert den Arbeitsalltag. Hierzu zählen feste Ansprechzeiten für Mitarbeiter und Vorgesetzte sowie die räumliche und zeitliche Trennung zwischen Freizeit und Arbeit.
  • Bei Bedarf Schulungen für Führungskräfte bezüglich der neuen Arbei tszeitmodelle hinsichtlich Nutzen und Umsetzung anbieten. Dies betrifft Arbeitszeitorganisation und Umsetzungsstrategien (z.B. Formulierung von Ziel- und Zeitplanungen, Kommunikationsfenster, etc.).
  • Empfohlen wird die Stärken-Schwächen-Analyse des gewählten Modells durch Umsetzung eines internen Pilotprojekts im Unternehmen.
Evaluation
  • Zeitraum für eine Erfolgsmessung des gewählten Arbeitszeitmodells festlegen.
  • Nach Ablauf des gewählten Zeitraums Überprüfung anhand definierter Kriterien. Beispielsweise:
    • Überstundenanzahl
    • Personalfluktuation
    • Fachkräftegewinnung
    • Mitarbeitermotivation
    • Neukundengewinnung
    • Arbeitergeberimage
  • Bewertung der Ergebnisse in Bezug auf Beibehaltung, Anpassung oder Abschaffung des gewählten Modells.
  • Eventuell neue Auswahl treffen.


Sprechen Sie uns an!
Bei Fragen zur Auswahl, Umsetzung und der Erfolgsmessung von flexiblen Arbeitszeitmodellen unterstützen und beraten wir Sie gerne (Kontakt).

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Willkommen im Kompetenzzentrum Frau & Beruf Mittlerer Niederrhein

Willy-Brandt-Ring 13
41747 Viersen

Träger:
WFG für den Kreis Viersen mbH

Ansprechperson:
Frau Anke Erhardt

Tel.: 02162/8179-116
Fax: 02162/8179-101

e-Mail:
competentia@wfg-kreis-viersen.de

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