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26.03.2021 - Gleichstellung: Noch viel Handlungsbedarf

Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde die repräsentative KANTAR-Studie „Mehr Gleichstellung im Beruf, mehr Partnerschaftlichkeit im Privaten“ mit 1.000 Computergestützten Telefon-Interviews im Zeitraum 17.-30. November 2020 durchgeführt, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden.

95 Prozent der Männer und Frauen in Deutschland bewerten die Gleichstellungspolitik als wichtige Grundlage einer gerechten und demokratischen gesellschaftlichen Entwicklung. Die große Mehrheit (80 Prozent) verbindet mit der Gleichstellung von Frauen und Männern etwas Positives. Mehr als 80 Prozent der Befragten sagen, das Ziel sei noch nicht erreicht - damit meinen sie die Gleichstellung von Frauen im Beruf und von Männern im Privaten.

„Die Studie zeigt uns, wie wichtig und hochaktuell Gleichstellung als Fortschrittsmotor für eine demokratische und freie Gesellschaft ist, in der Männer und Frauen ihre Lebenschancen ergreifen können." so Bundesgleichstellungsministerin Franziska Giffey. "Die Gleichstellung ist zu einer gemeinsamen Gesellschaftsaufgabe geworden: Eine ermutigende Botschaft und ein fortbestehender Auftrag.“

Dr. Sophia Schmid, Kantar Public Deutschland, bekräftigt dies: „Die Mehrheit der Bevölkerung steht hinter dem gesamtgesellschaftlichen Projekt der Gleichstellung und fordert diese aktiv ein. Gleichstellung ist somit kein Frauen- oder Elitenthema, sondern kommt Männern, Frauen und Kindern ganz konkret in ihrem beruflichen und familiären Alltag zugute. Wir sind jedoch noch längst nicht am Ziel." 

Die Vorteile für Frauen werden in der Lohngleichheit und Berufswahl frei von Rollenbildern gesehen. Auch die Entlastung bei der Familienarbeit, mehr Zeit für Beruf und Karriere sowie bessere Chancen auf Frauen in Führungspositionen werden von mindestens zwei Dritteln als positive Aspekte wahrgenommen. Für Männer bestünden die Vorteile der Gleichstellung darin, mehr Zeit für Familie und Kinder zu gewinnen, bei weniger Druck hinsichtlich der Rolle des Versorgers, sowie ebenfalls in der freieren Berufswahl.

Verbesserungen in Politik und Wirtschaft durch die Gleichstellung erwarten mehr als drei Viertel der Befragten. 63 Prozen befürworten eine verbindliche Frauenquote aus, um die Dominanz von Männern in Führungspositionen zu vermindern. Es besteht weitgehender Konsens, dass die Bedürfnisse von Männern genauso wie die von Frauen berücksichtigt werden. Daraus erhoffen sich 90 Prozent der Befragten, dass Jungen und Mädchen sich in Zukunft frei von Geschlechterstereotypen entfalten können. Die Corona-Krise betrachten nur 36 Prozent als Chance für die Gleichstellung -  im Gegenteil werde der Handlungsbedarf gerade jetzt besonders deutlich.

Die vollständige Studie finden Sie hier: bmfsfj.de/kantar-studie-gleichstellung

Zusatzinformationen:

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Tel.: 02162/8179-116
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e-Mail:
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