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30.03.2021 - 5 Tipps zum Umgang mit Post-Corona-Erwartungen

Der Think-Tank berufundfamilie Service GmbH aus Frankfurt begleitet und auditiert Unternehmen und Institutionen im Bereich familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik.

Die Expert*innen haben Tipps zusammengestellt, wie die Erfahrungen des letzten Jahres mit Home-Office und digitaler Kommunikation im Sinne der Vereinbarkeit künftig ein- und umgesetzt werden können. Mit Blick auf den Erhalt des Teamgefüges und der Innovationskraft ist Ausgewogenheit das Ziel.

1. Post-Corona Erwartungen der Beschäftigten analysieren

Als Erhebungsformate bieten sich Fokusgruppengespräche, Interviews von Beschäftigten und Führungskräften oder Gesamtbefragungen an, mit folgenden Fragestellungen:

Wie schätzen Sie Ihre eigene Produktivität und die des Teams im Home-Office versus Präsenzarbeit ein? Haben sich die Erwartungen bezüglich der Vereinbarkeit durch Corona der Beschäftigten und Führungskräfte verändert? Welcher Nutzen wird in einer erhöhten Flexibilisierung gesehen? Welche konkreten Gründe sprechen neben aktuellen Wünschen hinsichtlich Arbeitsort, Arbeitszeit und Arbeitsorganisation für das Home-Office?

2. Maßnahmenportfolio anpassen bzw. ausbauen

Es kann notwendig sein, den Gestaltungsrahmen der Zusammenarbeit neu zu definieren, z.B. Betriebsvereinbarungen zur Arbeitszeitregelung anzupassen oder Antragsverfahren für Home-Office, mobiles Arbeiten und (alternierende) Telearbeit, unbürokratischer zu gestalten.

Weiterhin ist es Aufgabe der Führungskräfte, die individuellen Vereinbarkeitsbedarfe der Beschäftigten möglichst gerecht zu berücksichtigen. Der Vereinbarkeits-Trialog der berufundfamilie ist ein hilfreiches Tool, Aushandlungsprozesse zu systematisieren: Anhand gezielter Fragestellungen können passgenaue Vereinbarkeitslösung gefunden werden, abgestimmt auf die Tätigkeit, die Belange des Teams und die betrieblichen Erfordernisse. Detaillierte Fragebögen dienen als Leitfaden für die hierzu empfohlenen Präsenzgespräche.

3. Führungskräfte fit machen

Führungskräfte sind als erste Ansprechpartner*innen oder auch Entscheider*innen in Vereinbarkeitsfragen besonders gefordert und müssen sich neuen Herausforderungen der hybrid arbeitenden Teams stellen. Dazu gehört, die Aushandlungsprozesse zu moderieren und wechselnde Remote- und Präsenzarbeit der Teammitglieder zu koordinieren und auch die eigenen Vereinbarkeitsanliegen mit den Teambelangen in Einklang zu bringen. Spezielle Führungskräfterunden bieten Erfahrungsaustausch und Unterstützung bei der Lösungsfindung, ebenso externe Coachings speziell zur Führung hybrid arbeitender Teams.

4. Teambuilding auffrischen

Die Coronapandemie hat an zuvor etablierten Teamstrukturen und Arbeitsabläufen gezerrt. Das liegt nicht nur an der räumlichen Trennung von Kolleg*innen, sondern auch an der – vor dem Hintergrund von Kita- und Schulschließungen – notwendigen weiteren Flexibilisierung von Arbeitszeiten. Trotz virtueller Meetings besteht die Gefahr des Auseinanderdriftens der Teammitglieder oder dass ein Ungleichgewicht bei der Nutzung von Vereinbarkeitslösungen – wie eben Home-Office – entsteht.

Es ist angeraten, das Teambuilding unter dem Eindruck der Coronapandemie zu gestalten. Ein Teamtag bietet als erster Schritt die Möglichkeit des gemeinsamen Aufarbeitens der Corona-Arbeitssituation und den damit einhergehenden Herausforderungen.

5. Kommunikationskultur fördern

Unerlässlich für die Aufarbeitung der berufsbezogenen Entwicklungen in der Coronazeit und die sinnvolle Neugestaltung der Teamarbeit, inkl. individueller Vereinbarkeitsmöglichkeiten, ist eine offene Kommunikation - sowohl der Beschäftigten als auch der Führung.

Es gilt, offen über die Grenzen von Belastungen Einzelner und des Teams zu reden. Und auch die Grenzen des betrieblich Vertretbaren sind für alle Beteiligten transparent zu machen, um Akzeptanz von Veränderungen zu erzeugen und letztendlich die Tragfähigkeit der Lösungen zu unterstützen.

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