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05.11.2020 - Ein kleines Team ganz groß

#wirnutzenchancen – Interview-Serie von und für Unternehmen am Niederrhein

Wie gehen Menschen und Unternehmen in der Region Niederrhein mit der aktuellen Krise um? Antworten finden Sie in unserer neuen Interview-Serie von und für Unternehmen. Das Motto lautet: #wirnutzenchancen.

Wie ergeht es der Armin Quester Immobilien GmbH in der Corona-Krise?

Irmela Quester

Irmela Quester, Armin Quester Immobilien GmbH

Das Immobilienbüro steht seit 1953 für Erfolg und Tradition und wird in zweiter Generation von Axel und Irmela Quester geführt. Die Kund*innen werden bei Kauf, Verkauf und Vermietung von Wohn-, Gewerbe- und Investimmobilien in Duisburg und im Ruhrgebiet beraten und begleitet. Zurzeit besteht das Team aus sieben Mitarbeitenden. Irmela Quester ist zuständig für Gewerbe- und Investimmobilien.

Wie haben Sie den Corona-bedingten Lockdown im Frühjahr 2020 als Unternehmen erlebt und wie konnten Sie auf die Situation reagieren?

Wir mussten zum Glück unseren Betrieb nicht schließen und auch keine Mitarbeitenden in Kurzarbeit schicken. Natürlich war das Geschäft zunächst weniger betriebsam. Das haben wir dadurch auffangen können, dass das Team wechselweise Urlaubstage vorgezogen hat, um später wieder in voller Besetzung durchzustarten. Das hatte zeitgleich den Vorteil, dass wir in den Büros entsprechend mehr Raum für nötige Abstände zur Verfügung stellen konnten. Der Kundenkontakt wurde auf ein Mindestmaß reduziert. So haben wir unseren Immobilienshop für Laufkundschaft geschlossen und nur im Vorfeld telefonisch vereinbarte Termine durchgeführt, natürlich unter Beachtung der jeweils geltenden Corona-Regeln.

Bei den Kunden haben wir viel Verständnis erlebt, wenn zum Beispiel Besichtigungen mit maximal zwei Personen aus einem Haushalt und nur mit Mund-Nasen-Schutz durchgeführt werden konnten. Viele Informationen und Eindrücke zu einer Immobilie wurden schon im Vorfeld über das Telefon und mit digitaler Unterstützung übermittelt.

Was haben Sie in die Wege geleitet, um die Mitarbeitenden zu schützen?

Einer Mitarbeiterin, die zur Risikogruppe zählt, wurde es ermöglicht, im Einzelbüro zu arbeiten. Auch sonst wurde für nötigen Abstand gesorgt. Für das ganze Team wurden Handdesinfektionsmittel und Alltagsmasken bereitgestellt. Kundenkontakte wurden auf ein Mindestmaß reduziert.

Wenn es Ihren Auftraggeberinnen und Auftraggebern schlecht geht, leiden auch Ihre Geschäfte. Wie nehmen Sie die Auftragsbereitschaft zurzeit wahr und was erwarten Sie für das bevorstehende halbe Jahr?

Glücklicherweise konnten wir bisher keine grundlegenden Einschnitte am Immobilienmarkt erkennen. Insbesondere im Bereich der Wohnimmobilien läuft es weiterhin solide. Wenn die Menschen gezwungen sind, zu Hause zu bleiben, wollen sie sich natürlich auch ein entsprechend schönes Zuhause mieten oder kaufen. Ebenso wird in Krisenzeiten weiterhin in Immobilien investiert, um Vorsorge für die Zukunft zu treffen.

Eine geringere Nachfrage ergibt sich aufgrund der Situation logischerweise bei Verkaufsflächen. Wenn Betriebe Insolvenz anmelden müssen und Läden dichtmachen, ist es gerade nicht ganz so einfach, Nachmieterinnen und Nachmieter zu finden. Aber wie gesagt: Die hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien und Immobilien zur Kapitalanlage ist ungebrochen.

Bietet die Krise eine besondere Chance, sich genau jetzt um neue Vertriebswege und Kommunikationsformen zu kümmern? Welche Marketing-Kanäle nutzen Sie?

Schon vor Corona haben wir erfolgreich Onlineportale und Social Media als Marketing-Instrumente genutzt. Das bewährt sich jetzt natürlich. Wir bieten zum Beispiel Informationen über unseren eigenen YouTube-Kanal und einen Blog an. Viele Absprachen mit unseren Netzwerkpartnerinnen und -partnern, so zum Beispiel dem Deutschen Anlage-Immobilien-Verbund (DAVE) oder dem Immobilienverband (IVD), sowie Fortbildungsveranstaltungen fanden und finden per Videokonferenz statt. Zusätzlich denken wir aufgrund der aktuellen Umstände über eine Cloud-Lösung für unser Maklerprogramm nach, um in Notfällen auch Homeoffice anbieten zu können.

Wie blicken Sie in die Zukunft? Was gibt es Positives zu berichten?

In Zeiten wie diesen wachsen im besten Fall Solidarität und Zusammenhalt. Wir haben mal wieder bemerkt, dass wir ein zwar kleines, aber wirklich starkes Team haben, das sich aufeinander verlassen kann. Alle haben mitgezogen und erforderliche Maßnahmen gewissenhaft umgesetzt. Zudem wird man kreativ in der Umsetzung von Lösungen. Wir bleiben optimistisch, dass wir durch unsere langjährige Erfahrung am Markt, ein fachkompetentes Team und unsere gute Vernetzung weiterhin am Ball bleiben.

Interview: Alexandra Schmitz

(Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein)

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Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein

Bismarckplatz 1
47198 Duisburg

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Stadt Duisburg Stabsstelle für Wirtschafts-, Europa- und Fördermittelangelegenheiten

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