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29.06.2020 - Erste Staffel startet mit dem Cross Mentoring-Programm am Niederrhein

Mentoring-Tandems treffen online zusammen

Am 18. Juni 2020 fiel der Startschuss für den ersten Durchgang des Cross Mentoring-Programms am Niederrhein. Die Idee ist nicht neu, aber für kleine und mittlere Unternehmen noch keine Selbstverständlichkeit. Unter Federführung des Kompetenzzentrums konnten zehn Tandems aus erfahrenen Mentorinnen und Mentoren sowie jungen Mentees gebildet werden, denen das Cross Mentoring-Programm eine ideale Perspektive bietet, ihre persönliche und berufliche Entwicklung zu gestalten.

Der Einstieg in das Mentoring-Programm des Kompetenzzentrums Frau und Beruf war für alle Beteiligten spannend: Zum einen startete der erste Durchgang des Cross Mentoring-Programms des Kompetenzzentrums Frau und Beruf am Niederrhein. Dabei steht „Cross“ für einen unternehmens- und branchenübergreifenden Ansatz. Weibliche Nachwuchskräfte (Mentees), die in kleinen und mittleren Unternehmen berufliches Weiterkommen anstreben, kommen mit erfahrenen Führungskräften (Mentorinnen und Mentoren) aus unterschiedlichen Unternehmen und Branchen zusammen und werden ein Jahr lang als Tandem zusammenarbeiten.

Zum anderen musste für die im April 2020 geplante und sodann aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallene Kick-off-Veranstaltung neu überlegt werden. „Wir wollten die zehn Mentees und die zehn Mentorinnen sowie Mentoren nicht auf die zweite Jahreshälfte oder noch später vertrösten. Die Tandems sollten endlich starten. Für die Unternehmen ermöglicht es auch, diesen Ansatz zur Personalentwicklung für sich zu realisieren. Also haben wir den Auftakt am 18. Juni in den virtuellen Raum verlegt“, fasst Magdalena Kowalczyk, Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein, zusammen. So war es recht spannend für alle Beteiligten, das Matching zu gestalten und eine virtuelle Auftaktveranstaltung zu konzipieren und mitzumachen.

Nachbericht_Cross Mentorin-Programm 2020

In der Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass die Teilnehmenden mit einer großen Offenheit und einer Schatzkiste mit Potenzialen in den Mentoring-Prozess einsteigen. Sie stammen aus dem gesamten Niederrhein (siehe Karte). Eine am Niederrhein geborene Mentorin lebt zwar inzwischen in Bonn, aber ihre Verbindung zur Region – wie die aller Teilnehmenden – ist nach wie vor groß. Magdalena Kowalczyk und Alexandra Schmitz (Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein) informierten zusammen mit Frau Röcker (CSR. Consulting Services. Röcker) über die Intention des Programms und welche Möglichkeiten so ein Cross Mentoring bietet.

Die Mentees sollen vom Erfahrungsschatz und Netzwerk profilierter Führungskräfte profitieren, damit langfristig mehr Frauen an den Schaltstellen vertreten sind. Frau Röcker begleitet den Mentoring-Prozess mit ihren weitreichenden Erfahrungen aus erster Hand: „Vor 20 Jahren habe ich zum ersten Mal an einem Mentoring-Programm als Mentorin teilgenommen. Seitdem habe ich einmal als Mentee als auch kontinuierlich als Mentorin Erfahrungen sammeln können. Ich weiß, dass das nächste Jahr für die Tandems sehr intensiv sein wird, aber beide Seiten werden davon profitieren“, berichtet Frau Röcker.

Wie kam das Matching zustande? In der Bewerbung konnten Mentees Themen nennen, die für sie besonders interessant sind, wie etwa Verbesserung des Selbstmanagements, Durchsetzungsstrategien oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Übereinstimmungen in den genannten Themen mit den Präferenzen der Mentorinnen und Mentoren wurden zusammen mit den Faktoren räumliche Nähe, Ähnlichkeit der Branche und dem Aspekt der Personalverantwortung als Grundlage zur Zusammenstellung der Tandems genommen.

Das Ergebnis dieses Matchings konnten die Teilnehmenden zwar virtuell, aber unmittelbar erleben: Tarek Lababidi vom Kompetenzzentrum richtete als technischer Host zehn Breakout-Räume im Kommunikationstool Zoom ein und konnte so die jeweiligen Tandems in einen für sie reservierten, separaten digitalen Raum einladen. Eine sehr spannende und praktische Kommunikationsmöglichkeit für die Beteiligten – denn so trafen sich die einzelnen Tandems fernab des großen Meetings zu einem vertraulichen Zweiergespräch und nutzten dies begeistert für ein erstes Kennenlernen zur Klärung von Fragen und zur Verabredung des ersten Tandemtreffens.

Im anschließenden Gruppenchat wünschte sich die Mehrheit der Teilnehmenden für die Mentoring-Laufzeit eine gute Mischung aus virtuellen Treffen und Präsenzformaten. Neben den monatlichen Tandemtreffen zu zweit plant das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein weitere Angebote für die Mentees, die Gruppe der Mentorinnen und Mentoren sowie die beteiligten Unternehmen am Cross Mentoring.

Trotz der andauernden Corona-Krise ist der Auftakt gelungen und die Mentoring-Tandems können digital oder in persönlichen Treffen ihre gemeinsame Zeit starten. „Gerade in diesen unsicheren Zeiten ist so ein Mentoring-Programm ein Geschenk für die Mentees“, ist die Meinung von Alexandra Schmitz vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein.

Bericht: Magdalena Kowalczyk

(Leiterin des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Niederrhein)

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