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30.11.2020 - Neue Führungswelt für alle Generationen schaffen

Online-Werkstatt „Mit Generationen-Mix in Führung gehen!“ von FOM Duisburg, Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein und GFW Duisburg

Erzwingt der Generationen-Mix neue Formen der Mitarbeitendenführung? Die Teilnehmenden der Online-Werkstatt für Unternehmen waren sich einig: Ja! Spannende Gäste aus Wirtschaft und Wissenschaft begrüßte André Haack, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg sowie Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) und eröffnete die virtuelle Veranstaltung, die sich um den Generationen-Mix, Wertewandel sowie die Zukunft der Arbeit drehte. Das Format wurde von der Duisburger FOM Hochschule, dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein und der GFW Duisburg angeboten. Nils Beckmann brachte als Moderator zugleich auch sein Know-how als Gründer von Pitch & Grow sowie Geschäftsführer der ISH GmbH ein. Für den technischen Support als Troubleshooter im Hintergrund sorgte Franziska Beck von der GFW Duisburg.

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Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen den Generationen

In einem Punkt waren sich fast alle einig: Durch die unterschiedlichen Altersklassen in einem Unternehmen ist eine neue Form der Mitarbeitendenführung erforderlich. Zum einen, weil jede Generation unterschiedliche Ansprüche an Führung stellt. Zum anderen, weil besonders die jüngere Generation mehr von der Arbeitswelt und Führung erwartet. Dr. Steffi Burkhart, Gesundheitspsychologin und Human Capital Evangelist, stellte die Rolle der neueren Generationen Y und Z als Treiber für den Kulturwandel in Unternehmen dar und empfahl für eine gute Führung unter den Bedingungen der VUKA-Welt (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Ambivalenz) ein fluides Mindset der Führungskräfte. „Dem stimmten 94 Prozent der Teilnehmenden bei einer Befragung innerhalb der Online-Werkstatt zu, nämlich dass die Führungsebene Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen den Generationen organisieren müsse“, so Alexandra Schmitz vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf.

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Im Fokus der Veranstaltung standen Lösungsbeispiele. So veranschaulichte Kai Lehmkühler, Mitgründer und Geschäftsführer der Rheinschafe GmbH, einer Agentur für Marketing und Kommunikation in Duisburg, welche Auswirkungen „New Work“, also neue Arbeitswelten, auf die Führungskultur hat. „Das Zusammenarbeiten in freundlicher und lockerer ‚Herde‘, Zusammenhalt, Spaß und Professionalität werden bei uns als Rheinschafe GmbH großgeschrieben. Highlights sind regelmäßige ‚Weidenfrühstücke‘ oder der ‚Weidenmittag‘. In der Entwicklung von einem innovativen Start-up zum smarten Arbeit- und Ideengeber sind flache Hierarchien bestehen geblieben“, bekräftigte Lehmkühler. Der erfolgreiche Nachwuchsunternehmer betonte, dass die Ausbildung von Nachwuchskräften einen hohen Stellenwert habe – auch vor dem Hintergrund der Expansionspläne wie dem anstehenden Umzug in die neuen Räumlichkeiten zur Kreativweide „KS36“ unweit des Duisburger Hauptbahnhofs.

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Das sah auch Referent Prof. Dr. Leif-Erik Wollenweber so, Dozent für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere „Organisation und Führung“, an der FOM in Duisburg: „Wir leben in einer sich wandelnden Welt und es wird immer schwieriger, eine langfristige Strategie zu verfolgen. Daher müssen wir es schaffen, eine starke Vision und eine attraktive Kultur aufzubauen. Die Führungskraft trägt die Verantwortung, diese zu vermitteln und vorzuleben, um Mitarbeitende verschiedenster Generationen zu optimaler Leistung zu motivieren.“ Der Experte für Strategie und Leadership betonte, wie wichtig der allseits bekannte Begriff „Change-Management“ sei: „Auch wenn ‚Change‘ wehtut und schwerfällt – wenn es der Führung gelingt, auf ‚Change‘ – also einen Wandel – Lust zu machen, dann wird es ein Unternehmen auch zum Erfolg führen.“

In Break-out-Sessions diskutierten die Teilnehmenden über die Herausforderungen für Führungskräfte und den Umgang mit der Corona-Krise zwischen den Generationen.

Am Ende der Veranstaltung waren sich die Initiatoren Sandra Seidler (FOM Duisburg), Magdalena Kowalczyk (Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein) und André Schäfer (GFW Duisburg) einig, dass sie mit dem Thema „Mit Generationen-Mix in Führung gehen!“ ins Schwarze getroffen haben. Heute sind bis zu vier Generationen zu führen, die fünfte steht quasi vor den Toren. Ein Paradigmenwechsel in den Unternehmen ist zwingend erforderlich und eine agile Unternehmenskultur entscheidend, um alle Beschäftigten – unterschiedlicher Altersgruppen und Geschlechter – unter den neuen Bedingungen der VUKA-Welt mitzunehmen und durch eine gemeinschaftliche Wertebasis miteinander zu verbinden.

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein

Bismarckplatz 1
47198 Duisburg

Träger:
Stadt Duisburg Stabsstelle für Wirtschafts-, Europa- und Fördermittelangelegenheiten

Ansprechperson:
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