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03.12.2020 - So gelingt Ihnen das betriebliche Onboarding

In unserem Online-Workshop „Gute Leute mit an Bord nehmen“ kamen am 2. November 2020 Personalverantwortliche zusammen, um Ideen zur intelligenten Personaleinarbeitung zu sammeln und einen ersten Onboarding-Plan zu entwickeln.

Eine fehlgeschlagene Stellenbesetzung ohne Integrationserfolg kommt Betrieben auch wirtschaftlich teuer zu stehen. Insofern entscheiden zumeist die ersten 100 Tage darüber, ob die weitere Zusammenarbeit von Erfolg gekrönt ist.

Das klingt erst einmal banal. Doch laut einer Studie von Stepstone aus dem Jahr 2018 wird lediglich jede/r Zweite am ersten Arbeitstag von den Vorgesetzten persönlich begrüßt. Eine Einführungsschulung in der ersten Woche findet nur bei rund einem Drittel statt und oft ist das Team gar nicht darüber informiert, dass jemand Neues kommt.

Im Workshop, der in Kooperation mit dem Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW) Duisburg stattfand, stellte Tarek Lababidi zunächst die klassischen Phasen vor, die ein Neuankömmling subjektiv durchlebt: zwischen Euphorie, Realitätsschock und Umdeutung. Auf der anderen Seite stehen demgegenüber Phasen, die der Betrieb durchläuft.

Die Teilnehmenden befassten sich mit den chronologischen Schritten von der Vertragsunterzeichnung bis zur abgeschlossenen Einarbeitung am Beispiel von Eva, die neu ins Team dazustößt. In mehreren Arbeitsgruppen wurde ein Plan entworfen, der es beiden Seiten leicht macht, gut im Unternehmen anzukommen, und der für eine gute Arbeitsatmosphäre sorgt.

betriebliches Onboarding

Eva kann es kaum erwarten anzufangen.

„Die mitwirkenden Gäste haben im Teamwork psychologische, emotionale, fachliche und technische Gegebenheiten berücksichtigt und kamen wirklich schnell auf gute Lösungen“, fasst Tarek Lababidi den Arbeitsprozess zusammen. Ein Ergebnis dessen: Gutes Onboarding ist nicht zwangsläufig mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Gefragt sind vor allem Kreativität und Zeit für eine optimale Vorbereitung.

Im Zentrum eines Job-Beginns stehen in den allerersten Tagen das kommunikative Ankommen und Sich-vertraut-Machen mit den jeweiligen Gepflogenheiten. Erst dann folgt eine schrittweise höhere Schlagzahl in Bezug auf die Anforderungen und fachlichen Aufgaben. „Interessanterweise geht es beim Onboarding gar nicht nur um die fremde Person – also die Neue –, sondern auch darum, für welche Werte das eigene Unternehmen eigentlich steht und wie es sich auch ebenso innen präsentiert“, meint Katharina Küpper-Schreiber vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein.

In der Abschlussrunde kamen Fragen nach einem Vertiefungsworkshop auf, da die Entwicklung eines Einarbeitungsplans einiges an Zeit beansprucht. Diesem Wunsch kommen wir gerne im nächsten Jahr nach.

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein

Bismarckplatz 1
47198 Duisburg

Träger:
Stadt Duisburg Stabsstelle für Wirtschafts-, Europa- und Fördermittelangelegenheiten

Ansprechperson:
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