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17.06.2020 - Virtuelle Führung und Resilienz

Virtuelle Fuhrung

Am Online-Seminar „Virtuelle Führung und Resilienz“ am 03. Juni 2020, das gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Xanten angeboten wurde, nahmen 35 Vertreterinnen und Vertreter aus Betrieben und Institutionen teil. Das Thema schien den Nerv der Zeit zu treffen, denn es blieben fast alle Teilnehmenden bis zur letzten Minute dabei und hörten der Referentin Frau Blazek vom Institut der Wirtschaft und dem Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung zu.

„Homeoffice in der Corona-Zeit ist nicht das normale Homeoffice!“, war der Einstieg der Referentin Frau Blazek. Sie betonte, dass die aktuelle Situation und die aktuellen Rahmenbedingungen derzeit nicht die Grundlage zur allgemeinen Bewertung von Homeoffice sein könnten. Denn in vielen Fällen seien derzeit die Herausforderungen enorm; insbesondere für Familien mit Kleinkindern oder Schulkindern. Doch auch für viele andere Personen sei die aktuelle Situation nicht mit dem „normalen“ Homeoffice zu vergleichen. „Führungskräfte sollten also auf keinen Fall falsche Schlüsse ziehen!“, so die Referentin.

Es scheine sicher zu sein, dass die Digitalisierung sich nicht gänzlich zurückdrehen lasse, betonte die Expertin, weshalb sie in ihrem Vortrag insbesondere auf die neuen Herausforderungen an Führung einging und Handlungsempfehlungen für „Digital Leader“ gab. Durch die Digitalisierung entstehe eine physische Distanz, Arbeits- und Privatleben überlappten sich, die Kommunikationsmittel seien sehr vielfältig und jeder bevorzuge andere Anwendungen und Tools. Dazu komme, dass gerade im Moment alle ein hohes Maß an Flexibilität, Eigenverantwortung und Selbstorganisation mitbringen müssten, damit weiterhin alles „rund laufe“. Diese Veränderungen brächten vor allem neue Erwartungen an Führungskräfte mit sich. Um ein Team erfolgreich virtuell zu führen, stellte Frau Blazek fünf Eckpfeiler vor: Vertrauen, technische Ausstattung, klare Kommunikation, Selbstmanagement und Empathie. „Es ist etwas verrückt: Durch die Digitalisierung wird alles technischer, aber im Gegensatz dazu muss es auch menschlicher werden. Um virtuell trotzdem gut zusammenarbeiten zu können und vor allem ein gesundes Klima im Team aufrechtzuerhalten, müssen Führungskräfte noch emphatischer sein und noch individueller die Bedürfnisse der einzelnen Teammitglieder erfühlen“, betonte die Referentin, die zum Thema selbst forscht.

Im zweiten Teil der Präsentation ging Frau Blazek ausführlich auf das Thema Resilienz ein und stellte sieben Faktoren der Widerstandsfähigkeit vor: Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, Selbststeuerung, Verantwortung übernehmen, Netzwerkorientierung und Zukunftsplanung. Sie beleuchtete die einzelnen Punkte und gab zu allen Anregungen und Beispiele. „Resiliente Mitarbeitende sind die Basis für ein resilientes Unternehmen. Da die nächste Krise – wenn auch nicht im Zusammenhang mit Corona – sicher kommt, sollten Unternehmen ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit geben, ihre Widerstandsfähigkeit zu trainieren“, fasste die Referentin abschließend zusammen.

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