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22.09.2020 - Online-Seminar: Digitalisierung: Neue Herausforderungen in der Personalentwicklung am 16. September 2020

Die Digitalisierung der Arbeitswelt und daraus folgende Herausforderungen für die Personalentwicklung standen im Mittelpunkt des Online-Seminars des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL am 16. September 2020. Moderiert aus dem Kreis Minden-Lübbecke, erhielten rund 40 Personalverantwortliche und Interessierte aus kleinen und mittelständischen Unternehmen Impulse und Anregungen von der selbstständigen Trainerin Dr. Sabine Hahn.

Gleich zu Beginn machte die Referentin deutlich, dass sich für die Arbeitswelt durch die Digitalisierung alles ändert – Geschäftsmodelle, Kommunikation, Innovationszyklen, Kundenverhalten und Organisationsformen. Dies macht den Arbeitsmarktbedarf der Zukunft weitgehend unklar.

Das Agieren in der sogenannten VUCA-Welt (Volatilität – Unsicherheit – (C)Komplexität – Ambiguität) erfordert neue Kompetenzen und Erfolgsfaktoren. Als die sieben Essentials verwies Dr. Sabine Hahn auf: Selbstentwicklung, Veränderungsbereitschaft, Kommunikationskompetenz, Zuversicht und Zutrauen, Konfliktkompetenz, Fehlersouveränität und Kooperationskompetenz.

Die Referentin machte deutlich, dass diese Kompetenzen Off-the-Job und On-The-Job durch Workshops, Mentoring und Initiativen bei den Beschäftigten verankert werden können – lebenslanges Lernen ist hierbei der neue Imperativ.

Wichtig ist jedoch, dass in der Arbeitsweise und der Kultur des Unternehmens hierfür die Voraussetzungen geschaffen werden. Notwendig ist eine Innovationskultur verbunden mit eigenverantwortlichem Arbeiten in Bezug auf Ort und Zeit. Ebenso wesentlich sind flache Netzwerkstrukturen im Unternehmen und die Abkehr von Kontrolle hin zum Encouragement der Beschäftigten

Bei der konkreten Nutzung der Digitalisierung für die Personalentwicklung sollte sich laut der Referentin jedes Unternehmen zunächst fragen, wie der digitale Status-Quo der HR-Prozesse bislang aussieht. Mit diesem Wissen lässt sich eine passgenaue Digitalisierungsstrategie entwickeln. Besonders für die Förderung weiblicher Beschäftigter ebenso wie älterer Mitarbeitender ist eine Digitalisierungsstrategie wichtig, da hier tendenziell eine geringere Affinität zu digitalen Themen vorliegt.

Inzwischen gibt es für nahezu alle HR-Themen innovative Lösungen, beispielsweise bei Recruiting, Personaleinsatzplanung & -management und Weiterbildung. Für die Entwicklung der Digitalisierungsstrategie entscheidend ist die Zielfestlegung und die dazu passende Auswahl geeigneter Prozesse und Instrumente.

Die wesentlichen Hebel zur Durchführung der HR-Digitalisierungsstrategie sind der digitale Mindset und die Fähigkeiten der entsprechenden Mitarbeitenden. Diese sollten mit gutem Beispiel für das ganze Unternehmen vorangehen. Um die HR-Beschäftigten fit für die Zukunft zu machen, ist die Verankerung von Neugierde, Experimentierfreudigkeit und Veränderungsbereitschaft die Grundvoraussetzung. Darauf aufbauend sollten bei den HR-Mitarbeitenden Kenntnisse im technischen Verständnis sowie das Wissen um passenden Methoden und Techniken verankert werden.
Der Vortrag endete mit der Gegenüberstellung eines analog bzw. digital organisierten HR-Vorgangs.

Anschließend hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen zu konkreten Ansatzpunkten in den eigenen Unternehmen zu stellen sowie grundlegende Herausforderungen der Digitalisierung und Personalentwicklung zu diskutieren.

Zusatzinformationen:

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