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28.10.2016 - Junge Köpfe – Starke Fachkräfte

Kooperationen mit vorhandenen Institutionen und Netzwerkstrukturen können auf vielfältige Weise genutzt werden, um gezielt angehende Akademikerinnen zu gewinnen. In der Veranstaltung am 6. Okt 2016 war das Unternehmen Diamant Software GmbH & Co. KG Gastgeber für eine Veranstaltung zu Strategien in diesem Themenbereich.

Katja Urhahne, Geschäftsführerin der Stiftung Studienfonds OWL, hat beispielhaft in diesem Zusammenhang die Möglichkeiten der Stipendiatenförderung aufgezeigt. Unternehmen, die StipendiatInnen fördern, können in ihrer Rolle als Förderer Kontakte zu den Studierenden aufbauen, indem sie sie etwa zu Betriebsführungen ins Unternehmen einladen; dabei können sie nicht nur die vielfältigen Tätigkeitsfelder des Unternehmens aufzeigen, sondern sich auch als attraktive ArbeitgeberInnen präsentieren. Genauso haben Unternehmen hierdurch auch die Chance, die Inhalte und Profile der neuen Studiengänge kennenzulernen. Außerdem können gezielt Praktikumsplätze für die StipendiatInnen angeboten werden. In manchen Fällen können aus diesen Kontakten die späteren MitarbeiterInnen gewonnen werden.

Zusätzliche Kontaktmöglichkeiten sind über das weitere ideelle Rahmenprogramm der Stiftung denkbar, wie etwa die Mitwirkung an Kamingesprächen und anderen Veranstaltungen der Stiftung. In diesem Zusammenhang ist zu betonen, dass ein Stipendium Studierenden bestimmter Studiengänge gewidmet werden kann, wenn gezielt besondere Fächer unterstützt werden sollen; gleichermaßen kann die Vergabe aber auch besonders Frauen fördern – unabhängig vom oder zusätzlich zu einer bestimmten Fachbindung.

Roland Hofstetter (Geschäftsführer) und Ramona Werner (Personalreferentin) von Diamant Software GmbH & Co. KG konnten aus ihrer praktischen Erfahrung der Kooperation mit der Stiftung Studienfonds OWL berichten und betonten auch das ideelle Engagement, welches für sie als Motivation hinter der Unterstützung von jungen Talenten der Region steht.

Eine weitere Möglichkeit, um zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig für das eigene Unternehmen zu begeistern, ist die Durchführung eines Job-Shadowings, welches von Dörte Husmann, Leiterin des Career Service der Universität Bielefeld, vorgestellt wurde. Der Begriff Job-Shadowing bezeichnet eine individuelle Betriebshospitation in der ein/e Studierende/r oder Promovierende/r eine Führungskraft am Arbeitsplatz begleitet. Je nach Absprache kann dies einen halben oder ganzen Tag dauern. Im Unterschied zu einem Praktikum arbeitet die/der Studierende oder Promovierende nicht selbst mit, sondern begleitet eine Führungskraft als sogenannter „Schatten“ beim laufenden Tagesgeschäft, etwa durch Teilnahme an Teamsitzungen und anderen Arbeitsbesprechungen, Diskussion von Fachfragen und aktuellen Arbeitsaufgaben. Je nach Arbeitsbereich kann das Job-Shadowing im Büro, im Labor oder in der Produktionsstätte stattfinden. Bevor es zum Job-Shadowing kommt, erfolgt in der Regel zunächst eine Ausschreibung und dann ein Matchingverfahren über den Career Service der Universität Bielefeld (Ansprechpartnerin: Dörte Husmann) oder z.B. über das Praxisbüro für Ingenieurswissenschaften und Mathematik an der Fachhochschule (Ansprechpartnerin: Brigitte Böwingloh). Auch mit diesem Instrument kann der Fokus besonders auf die Einladung von (angehenden) Akademikerinnen gerichtet werden.

Für das Job-Shadowing wurden mehrere Praxisbeispiele aus Unternehmen angeführt: zum einen durch Jacqueline Pollitt (Hochschulmarketing) vom Landmaschinenhersteller CLAAS und zum anderen von Sylvia Hein von FORTIS IT-Services GmbH. Bei FORTIS hat ein Job-Shadowing später zur Anstellung einer der Kandidatinnen geführt.

Der Einladung durch das Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL, der Gleichstellungsstelle der Stadt Bielefeld sowie der WEGE mbH waren Führungskräfte und Personalverantwortliche aus den unterschiedlichsten Unternehmen der Region gefolgt.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Mitwirkenden, bei Diamant Software GmbH & Co. KG für die Doppelrolle nicht nur als Mitwirkende, sondern auch als umfassende und herzliche Gastgeberin, welche die Durchführung dieser Veranstaltung ermöglichte.

Foto Diamant für Internetseite

v.l.n.r.: Ramona Werner | Diamant Software GmbH & Co. KG; Katja Urhahne | Stiftung Studienfonds OWL; Vera Wiehe | WEGE mbH; Sylvia Hein | Fortis IT-Services GmbH; Roland Hofstetter | Diamant Software GmbH & Co. KG; Christina Rouvray | Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL; Petra Quademechels | Diamant Software GmbH & Co. KG; Dörte Husmann | Universität Bielefeld; Jacqueline Pollitt | CLAAS

 

 

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