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13.07.2016 - So steigern Unternehmen ihre Arbeitgeberattraktivität

Fachvortrag bei der Mettenmeier GmbH in Paderborn

Paderborn, 05.07.2016. Ein Fachvortrag „überzeuGENDER: Mit Employer Branding die richtigen Bewerberinnen und Bewerber ansprechen" fand gestern im Rahmen der Ver-anstaltungsreihe „Mittagsgespräche im Kreis Paderborn – Fachkräfte im Fokus" bei der Fa. Mettenmeier GmbH in Paderborn statt.
Etwa 35 Personalverantwortliche und Führungskräfte aus kleinen und mittelständischen Unternehmen waren der Einladung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL, der Gleichstellungsstelle und der Servicestelle Wirtschaft des Kreises Paderborn gefolgt.

„Employer Branding ist die Positionierung und Kommunikation eines Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber", erläutert Jun.-Prof. Dr. Anja Iseke von der Universität Paderborn. „Vielen Unternehmen ist jedoch nicht bewusst, dass Employer Branding auch stattfindet, selbst wenn das Unternehmen es gar nicht aktiv betreibt. Deshalb ist es umso wichtiger, gezielt die positiven Eigenschaften des Betriebes zu kommunizieren, um die Informationslücken zu schließen und potentiellen Beschäftigten gute Gründe zu liefern, für das Unternehmen arbeiten zu wollen", so Jun.-Prof. Dr. Iseke.

Welchen Einfluss Employer Branding konkret auf die Arbeitgeberattraktivität hat, haben verschiedene Studien untersucht, die Jun.-Prof. Dr. Iseke in ihrem Vortrag vorstellte. So waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überrascht, dass Work-Life-Balance-Angebote, wie z.B. flexible Arbeitszeiten, die Arbeitgeberattraktivität für leistungsorientierte Frauen erhöhen, für leistungsorientierte Männer aber mindern.

Die Referentin machte deutlich, dass Employer Branding die Arbeitgeberattraktivität positiv, unter Umständen aber auch negativ beeinflussen kann. Dabei ist es aber wichtig zu beachten, dass ein kleinerer Pool von Bewerberinnen und Bewerber nicht zwingend negativ sein muss, wenn sich durch das Unternehmensimage letztendlich die richtigen Kandidatinnen und Kandidaten angesprochen fühlen. „Die Wirkung des Employer Branding ist abhängig von der Be-werbergruppe", verdeutlicht Jun.-Prof. Dr. Iseke.

Darüber hinaus sollten Unternehmen auch bedenken, dass Employer Branding ebenfalls implizit über Organisationsmerkmale, wie die Zusammensetzung der Geschäftsführung oder die Architektur erfolgt. „Da sich aber eine Geschäftsführung oder ein Firmengebäude nicht von heute auf morgen ändern lässt, ist es umso wichtiger, dass Unternehmen Employer Branding aktiv zur Darstellung der positiven Unternehmenseigenschaften nutzen", resümiert Jun.-Prof. Dr. Iseke.

Beim anschließenden gemeinsamen Mittagsimbiss hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausreichend Gelegenheit, mit der Referentin und untereinander ins Gespräch zu kommen. „Wir freuen uns sehr, dass das Veranstaltungsformat „Mittagsgespräche" im Kreis Paderborn so gut angenommen wird", so Nicola Sieksmeier vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL.

Mittagsgespräch_05.07.2016

von links nach rechts:
Nicola Sieksmeier, Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL;
Jun.-Prof. Dr. Anja Iseke, Universität Paderborn;
Günter Ruberg, Mettenmeier GmbH

 

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