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23.11.2016 - „Zu Gast bei: v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel“, 21. Nov 2016

Etwa 40 Gäste, Personalverantwortliche aus kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region und andere Interessierte folgten der Einladung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL, der WEGE Bielefeld mbH und der Gleichstellungsstelle der Stadt Bielefeld.

Die Gastgeberinnen, Christine Rieffel-Braune und Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong, beide im Vorstand der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, referierten zum Thema: Frauen in sozialen Unternehmen – Tradition, neue Perspektiven Fachkräftesicherung.

Sie gaben Einblicke in die Entwicklungsgeschichte der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, wo weibliche Beschäftigte, ursprünglich die Diakonissinnen, von Anfang an das Fundament in den pflegerischen Berufen bildete. Auch heute ist die Basis klar weiblich geprägt, wenn auch nicht mehr exklusiv. Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel bieten heute ein breites Spektrum von Dienstleistungen wie bspw. ambulante und stationäre Pflege- und Bildungsangebote sowie Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen, Einrichtungen der Altenhilfe, Krankenhäuser, außerdem werden Schulen betrieben.

Das Besondere an diesem Sozialunternehmen ist, dass die unternehmerische Verantwortung mit kirchlichen Strukturen vereinbart werden muss, betont Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong, seit Januar 2015 im Vorstand u.a. für Hospizarbeit, Bildung, Schulen, Hochschulen, Altenhilfe, Unternehmensbereich Bethel im Norden zuständig. Das bedeutet, dass die Angebote durch Einnahmen und Renditen refinanziert werden müssen. Gleichwohl hat Ethik im Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert, weshalb auch neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Fragen der diakonischen Identität geschult werden.

Auch in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel macht sich ein Fachkräftemangel bemerkbar, sodass die Personalgewinnung und –bindung eine Herausforderung für die Personalverantwortlichen darstellt. Für die Juristin Christine Rieffel-Braune, im Vorstand u.a. für die Bereiche Rechts- und Personalwesen zuständig, ist es wichtig, dass sich die Personalentwicklung an der persönlichen Biographie und der jeweiligen Lebensphase der Beschäftigten orientiert. So haben die Beschäftigten beispielsweise die Möglichkeit, verschiedene Arbeitszeitmodelle in Anspruch zu nehmen. Auch für Führungskräfte gibt es Teilzeitmodelle, welche nicht nur von Frauen, sondern zunehmend auch von Männern nachgefragt werden. Von den rund 18.000 Beschäftigten sind etwa 2/3 in Vollzeit tätig.

Inzwischen sind auf allen fünf Leitungsebenen, Frauen vertreten, auf der obersten z.B. schon 30 Prozent, wodurch die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel unter den „Top-10“ Sozialunternehmen in Deutschland eine Vorreiterrolle einnimmt.

Zusätzlich zum Fachvortrag bestand die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Führung das Bildungszentrum sowie einen Werksbereich anzuschauen. Hier wurde die hohe Sensibilität und Expertise der Beschäftigten mit Behinderungen betont, die sofort bemerken, wenn sich Fehler im Material oder der Zusammensetzung von Produkten eingeschlichen haben, sodass frühzeitig reagiert werden kann.

Die Veranstaltung fand statt im Rahmen des gemeinsamen Projekts „Mehr Frauen in Führung - so geht´s“ von Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL, WEGE Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld mbH und Gleichstellungsstelle Stadt Bielefeld.

Zu Gast Bethel 21 Nov 2016 - OWL

 

 

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