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14.11.2017 - Engpass Personal – Beschäftigte für die Pflegebranche finden und binden

Wie können Unternehmen der Pflegebranche durch eine gezielte Positionierung und Markenbildung Beschäftigte gewinnen und halten? Welchen Einfluss hat die Arbeitgeberattraktivität und wie bildet man eine Arbeitgebermarke?  Und: Wie sieht die Erfahrung und Umsetzung in der Praxis aus? Diese und weitere Aspekte waren Inhalt der Informationsveranstaltung „Arbeitgeberattraktivität für weibliche Beschäftigte: Elemente eines erfolgreichen Personalmarketings in der Gesundheits- und Pflegebranche am 8. November im Löhner Seniorencentrum St. Laurentius. 22 Personalverantwortliche und Frührungskräfte aus ambulanten Diensten, stationären Einrichtungen und Kliniken waren der Einladung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL, der Gleichstellungsstelle und der Wirtschaftsförderung des Kreises Herford gefolgt und reisten sogar aus Hamm, Paderborn oder Rahden an.

Dozent Dr. Thomas Hilse, Inhaber der Management- und Kommunikationsberatung HILSE:Konzept, machte deutlich, dass strategische Marketingkonzepte zur Differenzierung im Wettbewerb unbedingt erforderlich sind. „Im Wettbewerb um Kundinnen und Kunden, zuweisende Institutionen und Personen sowie Mitarbeitende müssen Senioreneinrichtungen und Pflegedienste heute kreativ und innovativ vorgehen. Klassische Maßnahmen greifen oft nicht mehr oder gehen in der Informationsflut unter. Suchen Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal und erstellen Sie ein klares Profil zur Positionierung Ihrer Einrichtung“, so Dr. Hilse. Für die gezielte Gewinnung von potenziellen Beschäftigten reiche die alleinige Entwicklung einer Unternehmensmarke jedoch oft nicht aus.

„Denn erst eine Arbeitgebermarke vermittelt Bewerberinnen und Bewerber, was Ihr Unternehmen als Arbeitgeber ausmacht und warum sie genau bei Ihnen arbeiten sollten“, erklärte Herr Dr. Hilse.

Das ist von besonderer Bedeutung, wenn man sich die Wettbewerbssituation in der Pflegebranche vor Augen führt: „Im Umkreis von 15 Kilometern um Löhne gibt es allein 55 stationäre Einrichtungen, die ebenfalls den Fachkräftemangel spüren und Beschäftigte suchen“, bringt er die Situation faktisch auf den Punkt.

Pflegeunternehmen sollten deshalb auch das Bewerbermanagement als Visitenkarte des Unternehmens und als prägenden Teil der Arbeitgebermarke betrachten. „Die wichtigsten Botschafterinnen und Botschafter für die Einrichtungen sind die Beschäftigten“, so Meike Stühmeyer-Freese vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL und machte damit deutlich, wie wichtig die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist.

„Diese darf jedoch nicht nur auf die Bezahlung reduziert werden“, verdeutlicht Dr. Hilse.

Neben dem Betriebsklima seien insbesondere für die weiblichen Beschäftigten die Dienstplangestaltung und die Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege von zentraler Bedeutung.

08.11.2017 competentia

Sich als attraktiver Arbeitgeber aufzustellen und dieses sowohl nach innen zu leben als auch nach außen zu präsentieren lohnt sich. Darin waren sich auch die drei Vertreterinnen der Branche einig und bestätigten die theoretischen Ansätze von Dr. Thomas Hilse (rechts) mit ihren praktischen Erfahrungen.

Von links nach rechts:
Meike Stühmeyer-Freese | Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL
Britta Lehmann | Inhaberin + Geschäftsführerin HKA,Löhne
Marion Schwarze | Beauftragte für Qualitätsmanagement der
                               Berolina Klinik, Löhne
Heike Strüber | Einrichtungsleiterin des Seniorencentrums
                         St. Laurentius, Löhne
Dr. Thomas Hilse | HILSE:Konzept

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