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30.09.2013 - 17. Dortmunder Forumsgespräch "Balance statt Burnout - Länger gesund arbeiten können"

Dies war das Thema des 17. Dortmunder Forumsgesprächs am 24. September 2013 in der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund. 180 Personen nahmen an der Veranstaltung teil und informierten sich über betriebliche und individuelle Handlungsmöglichkeiten, um Ausmaß und Ursachen von Stress bei der Arbeit zu erkennen und zu vermindern.

Das diesjährige Dortmunder Forumsgespräch wurde vom Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft e.V. in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund und dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet/Wirtschaftsförderung Dortmund veranstaltet.

Podiumsdiskussion

v.l.n.r.: Stephan Bartels (Technikerkrankenkasse), Ursula Bobitka (Kompetenzzetrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet), Cornelia Leunig (IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover), Thomas Schäfer (Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland e.V.), Dr. Monika Goldmann (dffw e.V.), Matthias Stiller (IHK zu Dortmund)

Während der Vormittag einen Einblick in die aktuelle Situation und betriebliche Strategien zur Gesundheitsförderung gegeben hat, konnten die Teilnehmenden mit Personalverantwortlichen regionaler Unternehmen und Expert/-innen über praktische Konzepte und betriebliche Stresspräventionen diskutieren und sich in individuellen Techniken anleiten lassen.

Auf der Veranstaltung wurden aktuelle Befragungsergebnisse der BAuA über Ausmaß und Schwerpunkte von Stress bei der Arbeit präsentiert, die u.a. sehr deutlich den Zusammenhang zwischen Gesundheit und Belastungsfaktoren aufzeigen. Um nachhaltige Erfolge bei der Stressminderung erzielen zu können, müssten Betriebe ihre Wertekultur verändern, den Beschäftigten mehr Sicherheit und Wertschätzung geben und die Arbeitsaufgaben so gestalten, dass sie mit weniger Zeitdruck und Multitasking erledigt werden können.

Der Trend zeigt, dass viele jüngere Mitarbeitende und vor allem auch Frauen heute nicht mehr ohne weiteres bereit sind, unter permanentem Druck zu stehen und überlange Arbeits-zeiten zu akzeptieren, welche auch vielfach auf Führungsebene anfallen. So würden gut qualifizierte Frauen häufig darauf verzichten, eine Führungsaufgabe wahrzunehmen, was nicht im Interesse der Unternehmen liegen sollte.

Einig waren sich die Expert/-innen der Veranstaltung, dass eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben das Thema der Zukunft sein wird. Junge Beschäftigte seien in ho-hem Maße leistungsbereit und loyal gegenüber den Betrieben, erwarteten aber Entgegen-kommen und Anerkennung in Bezug auf Vereinbarkeit. Einig waren sie sich, dass insbesondere Führungskräfte sich vorbildlich verhalten und auf die Gesundheit der Mitarbeitenden achten müssten.

Professorin Dr. Gisela Mohr, Universität Leipzig

Professorin Dr. Gisela Mohr, Universität Leipzig

Das 17. Dortmunder Forumsgespräch war eine öffentlichkeitswirksame Plattform, den zunehmenden Stress bei der Arbeit in Dortmund bzw. der Region zu diskutieren. Es hat geleistet, Beispiele guter betrieblicher Praxis zur Sensibilisierung für Arbeitsstress sowie zu Stressminderung und Prävention bekannt zu machen. Auf der Veranstaltung konnten vielfältige betriebliche Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, die die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten stärken.

 

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet

Träger:
Wirtschaftsförderung Dortmund im Verbund mit der Wirtschaftsförderungs- gesellschaft für den Kreis Unna mbH

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