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07.11.2016 - Region ist bei Chancengleichheit Spitze in NRW:

Vier Dortmunder Unternehmen erhalten 2016 das bundesweit verliehene Total E-Quality Prädikat – jetzt 14 Prädikate in der Region

Pressegespräch Total-E-Quality in Dortmund

v.l.n.r:  Silvia Linke (EDG Entsorgung Dortmund GmbH), Dr. Patrick Niehr (WILO SE), Ursula Bobitka (Kompetenzzentrum Frau & Beruf), Thomas Westphal (Wirtschaftsförderung Dortmund), Katja Kortmann (Hotel Esplanade), Volker Hempel (Continentale Versicherungsbund), Franziska Lichterfeld (EDG Entsorgung Dortmund GmbH), Ruth Pfannkuche (WILO SE) Maresa Feldmann (Gleichstellungsbüro Stadt Dortmund) Foto: Wirtschaftsförderung Dortmund

Dortmund. Immer mehr Dortmunder Unternehmen engagieren sich für Chancengleichheit im Beruf. Sichtbarstes Zeichen: das Prädikat Total E-Quality. Die Continentale Versicherungsbund, die EDG Entsorgung Dortmund GmbH, der Pumpenhersteller WILO SE, die zu den Großen ihrer Branchen zählen, und das eher kleine Hotel Esplanade erhalten die Auszeichnung in diesem Jahr am 9. November in Nürnberg. WILO SE und das Hotel Esplanade konnten zudem das Zusatzprädikat für Diversity erwerben. „Mit 14 Prädikatsträgern insgesamt ist Dortmund jetzt Spitzenreiter in NRW, noch vor Düsseldorf“, sagt Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung.

„Wir können wahnsinnig stolz sein"

„Wir können wahnsinnig stolz sein“, sagt Katja Kortmann, die stellvertretende Hoteldirektorin des Hotel Esplanade, einem Unternehmen mit nur 40 Mitarbeitern: „Das Prädikat hilft mir zu zeigen, dass wir ein Hotel mit Seele und großem Verantwortungsbewusstsein sind. Die Mitarbeiter sind unser größtes Kapital. Zudem sollten sich gerade vermehrt kleinere Privatunternehmen für das Prädikat bewerben. Gute Betriebsführung hängt nicht von der Größe eines Unternehmens ab.“

Das Prädikat macht Unternehmen als Arbeitsgeber attraktiv. Schließlich verleiht der Total E-Quality Deutschland e.V. es nur an Firmen, die Gleichstellung von Frauen und Männern tatsächlich vorbildlich in ihrer Personal- und Organisationspolitik umsetzen. Dabei geht es um die gezielte Qualifizierung und Ausbildung von Frauen in technischen Berufen, Gleitzeit, Zeitkonten, Homeoffice, betriebliche Kinder- und Notfallbetreuung oder ihre Unterstützung in Vorstand und Aufsichtsrat. 

„Gerade im Kampf um die besten Köpfe ist das Prädikat ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, es motiviert und bindet Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erleichtert die Rekrutierung neuer“, sagt Westphal. „Und viele Prädikatsträger machen auch den Standort attraktiver. Einer Stadt, in der sich qualifizierte Fachkräfte wohlfühlen, fällt es leichter, neue Firmen anzusiedeln.“

Der Spitzenplatz in NRW ist auch ein Resultat der Kampagne „Total E-Quality in der Metropole Ruhr“: Seit 2013 unterstützen das Kompetenzzentrum Frau & Beruf, Frau.Innovation.Wirtschaft, das Gleichstellungsbüro und das Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft e.V. (dffw) bei der Bewerbung für das Prädikat. „Die Kampagne ist ein Anreiz für Unternehmen, sich mit dem Thema Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit auseinanderzusetzen“, berichtet Dr. Monika Goldmann vom dffw. „Weitere Unternehmen arbeiteten bereits daran, sich im nächsten Jahr zu bewerben“, betont die Dortmunder Gleichstellungsbeauftragte Maresa Feldmann.

„Nicht nur die großen Konzepte, sondern das kleine Tun“

Das größte Lob gebührt jedoch den neuen Prädikatsträgern selbst. Personalleiter im Continentale Versicherungsbund, Volker Hempel, möchte mit dem Prädikat „nicht nur die großen Konzepte, sondern das kleine Tun“ hervorheben. „Mit dem Prädikat wollen wir bei Bewerbern und Mitarbeitern das Bewusstsein für unsere bereits implementierten Aktivitäten stärken und unsere Chancen als Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt verbessern“. 350 unterschiedliche Modelle der Teilzeitarbeit werden beim Continentalen Versicherungsbund gelebt mit dem Ergebnis, dass 90% aller Frauen nach einer Familienphase zurückkommen.

Die WILO SE ist überzeugt mit Chancengleichheit und Diversity einen Wandel herbeizuführen, um die Innovationskraft und die Leistung der Mitarbeiter zu fördern. „Die Förderung von Mädchen und Frauen in der Ausbildung oder dem Berufsleben sind feste Bestandteile der Personalstrategie. Besonders stolz sind wir auf das Prädikat Diversity. In unserem Unternehmen arbeiten weltweit 92 Nationalitäten. Unser Vorstand unterzeichnete vor Kurzem die Charta der Vielfalt“, erklärt Dr. Patrick Niehr, SVP Group HR bei WILO. Vom GirlsDay über unternehmensinterne Frauennetzwerke bis zu gezieltem Mentoring unterstützt WILO z.B. weibliche Fachkräfte.

Für die EDG Entsorgung Dortmund GmbH ist Total-E-Quality die konsequente Fortsetzung von FamUnDo: „Mit unserer gezielten Förderung von Frauen, vor allem weiblicher Auszubildender, sind wir auf dem richtigen Weg“, so Personalleiterin Silvia Linke. „Eine chancengerechte Personalbeschaffung und -entwicklung motiviert und bindet Mitarbeiter und macht es leichter, neue zu gewinnen.“ Zwar sind nur 100 der rund 750 Beschäftigten weiblich, umso glücklicher ist Silvia Linke über die Leiterin eines Recyclinghofes und weibliche Azubis im technischen Bereich.

Es geht weiter - Leuchtturmprojekte für Chancengleichheit

Bei so vielen positiven Beispielen ist Ursula Bobitka vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf ist zuversichtlich, dass Total E-Quality auch in Zukunft als Leuchtturmprojekt für Chancengleichheit und attraktive Arbeitgeber in der Region fungiert. Mitte Januar geht es mit der neuen Runde weiter. Eine Informationsveranstaltung für eine Bewerbung in 2017 wird am 19.01.2017 von 16:30 - 20:00 Uhr im Hotel Esplanade in Dortmund stattfinden.

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet

Träger:
Wirtschaftsförderung Dortmund im Verbund mit der Wirtschaftsförderungs- gesellschaft für den Kreis Unna mbH

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