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20.06.2016 - Mit Frauen zur mehr Innovationskultur

Projekt F.I.T. möchte innovative Frauen und KMU in der Region zusammen bringen

Auftaktveranstaltung Projekt F.I.T.

Es geht um Frauen, es geht um Innovationen und es geht um kleine und Mittelständische Unternehmen. Dies alles so zusammenbringen, dass am Ende alle und die gesamte Region davon profitieren, ist das Ziel des Projektes „F.I.T. – Frau.Innovation.Technik“. Initiiert ist das Projekt vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet. Heute wurde der Startschuss gegeben und das Projekt mit mehr als dreißig Experten und Expertinnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden diskutiert.

Ursula Bobitka

Veranstaltungsort war das Zentrum für Produktionstechnologie auf Phoenix West. Hier, wo die Zeugen der Industriekultur in Stein und Stahl erhalten geblieben sind, liegt auch die Ursache für eine der Spätfolgen der Montanindustrie. Die Frauenerwerbstätigkeit in der gesamten Region liegt deutlich unter dem Bundes- und dem Landesdurchschnitt. Diesem Trend entgegenzuwirken, ist das Ziel des Kompetenzzentrums Frau und Beruf.

Einen besonderen Blick möchte das Team dabei auf das innovative Potenzial der Frauen lenken. Mit ihrem innovativen Potenzial und als Erfinderinnen treten Frauen bislang kaum in Erscheinung. Nur 6 % aller Patente werden derzeit von Frauen gehalten. Damit liegt die Region zwar im Schnitt, „doch angesichts des fortscheitenden Strukturwandels der Industriegesellschaft zu einer Kommunikations- und Wissensgesellschaft ist Innovation unverzichtbar. Vor dem Hintergrund des prognostizierten Fachkräftemangels ist ein Verzicht auf das innovative Potenzial der Frauen undenkbar.“, so Ursula Bobitka, vom Kompetenzzentrum in Dortmund.

Melanie Vogel setzt mit Futability Akzente

Melanie VogelIn ihrem Keynote-Vortrag machte die Buchautorin und Expertin für Innovationsmanagement Melanie Vogel deutlich, wie wichtig Vielfalt in Belegschaften für zukünftige Herausforderungen ist. Stures Abarbeiten von Routinen ist in der Wirtschaft immer seltener gefragt. Stattdessen gehören Querdenken, Fragen stellen und das Durchbrechen bekannter Muster zu den wichtigsten Ressourcen. Dies alles ist in heterogenen Gruppen wesentlich leichter zu erreichen. Homogene Gruppen, wie wir sie heute häufig antreffen, betrachten die Welt aus einer ähnlichen Perspektive und es fällt ihnen schwer, aus Denkmustern auszubrechen oder hinderliche Denkmuster überhaupt zu erkennen. „Natürlich sehen ein 50-jähriger weißer Mann und eine 20-jährige Frau mit Migrationshintergrund die Welt völlig unterschiedlich.“, betont Vogel in ihrem Vortrag. Da Frauen darüber hinaus eine Unternehmenskultur bevorzugen, die die Kreativität fördert, rät Vogel jedem Personalentscheider und jeder Personalentscheiderin, Personen mit unterschiedlichen Blickrichtungen in Teams zusammenzubringen.

Dies ist ganz im Sinne des Projektes F.I.T. Hier sollen in den nächsten 2,5 Jahren zum einen KMU gewonnen werden, die in ihren Rekrutierungsstrategien verstärkt ein Auge auf junge, innovative Frauen werfen möchten. Auf der anderen Seite sollen jungen Frauen auch die Vorteile des Arbeitens in KMU schmackhaft gemacht werden, wie zum Beispiel der faire Umgang miteinander, spannende Projekte, sichere Arbeitsplätze und Gestaltungsmöglichkeiten. Dies alles sind, laut einer Erhebung von Melanie Vogel, Merkmale innovativer Arbeitgeber, wie Frauen sie sich wünschen.

Publikum Auftaktveranstaltung Projekt F.I.T.

Zum Abschluss wurden in Arbeitsgruppen intensiv die verschiedenen Aspekte des Themas diskutiert. Das übereinstimmende Fazit: Es gibt noch viel Potenzial auf allen Seiten und es wird ein lohnender Prozess, die Themen Frauen, Innovation und Technik näher zusammenzurücken.

Nach den Sommerferien geht es mit einem Treffen des Koordinierungskreises weiter.

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet

Träger:
Wirtschaftsförderung Dortmund im Verbund mit der Wirtschaftsförderungs- gesellschaft für den Kreis Unna mbH

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