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26.10.2017 - Potenziale erkennen – Karrierewünsche wecken. Führungspotenziale von Frauen identifizieren und fördern.

TEQ Netzwerktreffen 2017

Maresa Feldmann (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dortmund), Ursula Bobitka (Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet, Dortmund), Dr. Thomas Gesterkamp (Buchautor und Journalist), Tanja Vogel (Human Resources, maximago GmbH Lünen), Thomas Wuttke (Abteilungsleiter Bundesbau 1, Niederlassung Aachen BLB NRW), Elisabeth Wallrath (Geschäftsbereichsleiterin Bundesbau, BLB NRW), Dr. Monika Goldmann (Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft) Foto: Stadt Dortmund, Gaye Suse Kromer  

Mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, ist ein langwieriges Unterfangen. Das belegen die Zahlen, die Maresa Feldmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dortmund, im Rahmen Ihres Vortrages „Potenziale erkennen – Karrierewünsche wecken. Führungspotenziale von Frauen identifizieren und fördern“ präsentiert hat. Fakt ist, je höher die Hierarchieebene, desto dünner die Luft für Frauen. Egal ob Kommune, Hochschulen oder Unternehmen, mehr als rund 11 % der höchsten Positionen sind nirgends mit Frauen besetzt.

Was tun? Maresa Feldmann präsentierte einen breiten Baukasten mit Maßnahmen, die an unterschiedlichen Ebenen ansetzen. Basis sind immer Gespräche, um zu sensibilisieren und zu qualifizieren.

Gleichstellung in die Unternehmenskultur

Voraussetzung für den Erfolg ist die Festlegung von Zielen mit Aussagen zur Frauenförderung. „Personalentwicklungspläne sind notwendig“, so Feldmann. Dafür muss der Status Quo erfasst werden, um die aktuelle Situation sichtbar zu machen. So kann es zum einen gelingen, besonders resistente Abteilungen nach dem Motto „shame and blame“ an den Pranger zu stellen. Zum anderen hat man eine zahlenbasierte Ausgangslage für Gespräche mit Abteilungsleitenden.

„Wir entscheiden, weil wir eine bestimmte Brille aufhaben“

Ein weiteres Problem: Männer rekrutieren eher Männer, wenn sie immer nur unter Männern sind.  Es liegt offenbar in der Natur des Menschen, dass wir uns am liebsten Menschen aussuchen, die uns ähnlich sind. Da Führungsriegen überwiegend männlich besetzt sind, suchen diese auch eher Männer aus. Nicht aus böser Absicht, sondern weil sie aufgrund ihrer Wahrnehmungsmuster nicht in der Lage sind, die Potenziale von Frauen zu erkennen.

Die Förderung weiblicher Führungskräfte hat viele Facetten. Von klaren Anforderungsprofilen über die gezielte Ansprache von Frauen, Führen in Teilzeit, Aufbau und Stärkung von Frauennetzwerken und die Qualifizierung. Wenn das alles nicht reicht, empfiehlt Maresa Feldmann feste Quoten verbunden mit Sanktionen.

Vergabe des TOTAL E-QUALITY Prädikats für Chancengleichheit und Diversity

64 Organisationen wurden 2017 mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat für Chancengleichheit und Diversity ausgezeichnet. Am Vorabend der Auszeichnungsveranstaltung fand in Kooperation mit der Initiative »TOTAL E-QUALITY in der Metropole Ruhr« ein Netzwerktreffen statt. Ein großes Thema des betrieblichen Engagements für Chancengleichheit liegt in der Förderung von Frauen für Führungsaufgaben. Unter dem Titel „Potenziale erkennen – Karrierewünsche wecken“ präsentierte Maresa Feldmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dortmund, dazu ihre Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen.

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet

Träger:
Wirtschaftsförderung Dortmund im Verbund mit der Wirtschaftsförderungs- gesellschaft für den Kreis Unna mbH

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