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21.09.2018 - Das Thema Chancengleichheit mit Leben füllen

„Zeigen, was man schon alles hat.“ Informationsveranstaltung zum Total E-Quality Prädikat in Dortmund

Das bundesweite Total E-Quality Prädikat honoriert Arbeitgebende, die gleiche Chancen für alle im Unternehmen schaffen. Was man für das Prädikat tun kann, diskutierten gut 20 Personalverantwortliche zur Vorbereitung auf die neue Zertifizierungsrunde. Eingeladen hat das Dortmunder Competentia-Team gemeinsam mit dem Volkswohl Bund zum "kollegialen" Austausch.

Infoverantsaltung TEQ in Dortmund beim Volkswohlbund

Luden gemeinsam zu einer Infoveranstaltung zum Total E-Quality Prädikat in Dortmund: Moderatorin Andrea Otto vom Volkswohlbund, Ursula Bobitka und Barbara Hauenstein, beide vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet sowie Luisa Würdisch vom Volkswohlbund in Dortmund. Foto: Petra Garbade

Die Region um Dortmund ist eine der Hochburgen des bundesweiten Total E-Quality Prädikats. Gut 20 der insgesamt fast 800 Prädikate wurden in den vergangenen fünf Jahren hierher vergeben. Zu verdanken ist dies einer Initiative, die seitdem die Werbetrommel für Prädikat und Chancengleichheit rührt. Eine von ihnen ist Ursula Bobitka, von der Wirtschaftsförderung Dortmund: „Was das Prädikat auszeichnet? Es kann nicht gekauft und für immer an die Wand gehängt werden. Alle drei Jahre muss wieder neu bewiesen werden, ob das Engagement für Chancengleichheit und Diversity stimmt.“

Daher folgten neben einigen Neulingen viele Unternehmen, die demnächst vor der Rezertifizierung stehen, der Einladung zum Volkswohlbund, um Ideen und Fragen rund um das Thema Chancengleichheit zu diskutieren.

Reger Austausch im Workshop zwischen Unternehmen aller Größen

Moderatorin Andrea Otto vom Volkswohlbund sorgte für ein engagierte Mitarbeit im Workshop an vier Pinwand-Stationen zu Maßnahmen, Kommunikation, Hürden und offenen Fragen im Zusammenhang mit dem Total E-Quality Prädikat. Foto: Petra Garbade

Die Bandbreite dessen, was in Betrieben schon getan wird ist gigantisch. Da ist zum Beispiel die Väterkonferenz. Maresa Feldmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dortmund möchte damit Väter sensibilisieren, Stereotype zu durchbrechen und eine aktive Vaterrolle zu leben. Zum zweiten Mal hat die Stadt Dortmund ihre beschäftigten Väter dazu eingeladen. Gut 50 Väter kamen mit ihren Kindern ins Big Tipi, um in Workshops über Stereotype, mit denen die Väter konfrontiert sind zu diskutieren.

Oder das Engagement für Frauen in Führung. Die Continentale Versicherung lädt Frauen zum Workshop zur Fragestellung „Ist Führung was für mich?“ oder „Die im Dunkeln sieht man nicht!“. Denn die Personalverantwortlichen haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Frauen sich diesbezüglich oft unterschätzen. Diese Veranstaltungen kamen so gut an, dass sie nun auch für Männer angeboten werden, um verborgene Potenziale zu schöpfen.

Ein Prädikat auch für kleine und mittlere Unternehmen

Interne Frauennetzwerke, vielfältige Unterstützung bei der Kinderbetreuung, Hotlines für die Angehörigenpflege, großzügige Fortbildungen bis hin zu Quotenvereinbarungen. Die Palette des Engagements in den Betrieben reicht weit.

Und das Besondere: Das Total E-Quality Prädikat eignet sich auch hervorragend für kleinere Betriebe. Die Gebühren werden nach der Zahl der Beschäftigten berechnet und der personelle Aufwand ist überschaubar. Eine Kraft arbeitet etwa eine Woche daran die Bewerbung zu formulieren und Belege zu sammeln, so die Einschätzung der teilnehmenden Unternehmen. „Der Vorteil von uns kleinen Unternehmen: Wir regeln sehr viel auf persönlicher Ebene, was bei den Großen erst lange beschlossen werden muss.“, sagt zum Beispiel Personalerin Inga Böker von SCHAMP & SCHMALÖER Architekten Stadtplaner PartGmbB, die das Prädikat im vergangenen Jahr bekommen haben. Vorbildlich ist hier auch Prädikatsträger Maximago aus Lünen, der in diesem Sommer erstmals ein Sommerferienangebot für die Kinder ihrer Beschäftigten auf die Beine gestellt hat.

Dennoch kämpft das Thema Chancengleichheit mit Ressentiments. Gerade junge Frauen belächeln die gezielte Frauenförderung als überflüssig. Andere wissen das Gebotene nur wenig wertzuschätzen.

Kampagne „Total E-Quality in der Metropole Ruhr“

Am Ball bleiben und kommunizieren, ist daher genauso wichtig wie die Angebote selbst. Die meisten Beschäftigten erkennen den Wert der Maßnahmen spätestens dann, wenn sie selber Kinder haben. Die Betriebe aus Dortmund wollen sich auch weiter für Chancengleichheit engagieren. In diesem Jahr werden mit dem Dortmund Airport21, Dicke & Partner und Diagramm Halbach drei Unternehmen aus der Region geehrt. Am 30. Oktober 2018 werden sie ihre Prädikate in Stuttgart erhalten.

Eingeladen hatten die Mitglieder der Kampagne „Total E-Quality in der Metropole Ruhr“. Seit 2013 engagieren sie sich dafür, regionale Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen für das Thema Chancengleichheit zu gewinnen. Zu den Initiatorinnen gehören das Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft e.V., das Kompetenzzentrum Frau und Beruf bei der Wirtschaftsförderung Dortmund und das Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund.

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet

Träger:
Wirtschaftsförderung Dortmund im Verbund mit der Wirtschaftsförderungs- gesellschaft für den Kreis Unna mbH

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