Aktueller Inhalt:

26.06.2018 - Unternehmenstage 2018: Stress nehmen – Gesundheit fördern

Unternehmenstage bei der Himpe AG

Referentin Britta Lohse, Anke Jauer vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet, Manon Himpe von der Himpe AG in Kamen. v.l.n.r. Foto: Beate Fleck

Referentin Britta LohseWas gehört zum betrieblichen Gesundheitsmanagement? Und wie können kleine und mittlere Unternehmen es als Basis für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nutzen? Gastgeberin war die Himpe AG in Kamen, die als Spezialistin in der Messgeräte- und Prüftechnik selbst auf gesunde Führung setzt.

„Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“, so definiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Gesundheit. Dementsprechend vielseitig sind die Aspekte des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Referentin Britta Lohse macht dies am „Haus der Arbeitsfähigkeit“ von Prof. Dr. Juhani Ilmarinen deutlich.

„Haus der Arbeitsfähigkeit“

Haus der ArbeitsfähigkeitDanach ist gesundes Arbeiten nur in Wechselwirkung zwischen den individuellen Ressourcen und den Arbeitsanforderungen möglich. Das „Haus der Arbeitsfähigkeit“ verknüpft die Bereiche Gesundheit, Kompetenz, Werte und Arbeit. Alles in einer Umgebung von Gesellschaft und Politik auf der einen Seite sowie Freunden und Familie auf der anderen Seite.

Die Gesundheit der Mitarbeitenden im Blick zu haben, erfordert große Aufmerksamkeit der Führungskräfte. „Fehlzeiten sind nur die Spitze des Eisberges. Die Kernfrage ist, ob es den Beschäftigten wirklich gut geht.“, betont Britta Lohse. Betriebliches Gesundheitsmanagement gewinnt angesichts des großen Fachkräftebedarfs zunehmend an Bedeutung. Insbesondere die Stichworte Unternehmensimage und Fachkräftegewinnung wurden bei den teilnehmenden Unternehmen als wichtige Aspekte benannt.

Gesund durch Rudelgucken

Beim Thema Arbeit und Gesundheit unterscheidet Lohse zwei Ebenen: „Die individuelle, das ist das was ich selbst tun kann. Und die strukturelle, das was der Betrieb tun muss.“ In einer Gruppenarbeit trugen die rund 30 Teilnehmenden des Workshops zahlreiche individuelle und betriebliche Ansätze zusammen.

Gruppenarbeit beim Workshop in der Werkshalle

Sport, gesunde Ernährung, Auszeiten, eine entspannte Grundhaltung und ein erfülltes Privatleben sind das, was die Teilnehmenden selbst für ihre Gesundheit tun. Vom Loben über Reha-Sport und der Organisation von Gesundheitstagen bis hin zum gemeinsamen Rudelgucken bei der WM reichen die Maßnahmen, die jetzt schon in Betrieben gelebt werden.

Die Früchte der Maßnahmen gehen weit über ein gutes Betriebsklima und Zufriedenheit hinaus, Leistungssteigerungen und ein geringer Krankenstand sind durchaus messbare Größen. Dennoch erfordert die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements viel Fingerspitzengefühl. Britta Lohse warnt: „Als Personalverantwortliche muss ich mir bei einer Einführung klar sein, was ich an Erwartungen damit lostrete.“ Werden diese nicht erfüllt oder nicht transparent für alle kommuniziert, kann dies schnell nach hinten losgehen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement, das auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie einbezieht, ist daher ein hohes aber lohnendes Ziel. Britta Lohse rät zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise: „Einzelne Punkte sind meist schon da. Diese Punkte sinnvoll zu verzahnen und nach Bedarf zu ergänzen, ist das Ziel betrieblicher Gesundheitsförderung.

Workshop in der Werkshalle

Manon Himpe, Himpe AGDie 7. Veranstaltung im Rahmen der Unternehmenstage lebte auch von dem besonderen Flair der Werkshalle der Himpe AG, wo der Workshop stattfand. Hier begleitete der Geruch von Metall und Öl die Teilnehmenden in traditioneller Arbeitsumgebung. Für Gastgeberin Manon Himpe ging es um ein wichtiges Thema: „Angesichts des Fachkräftemangels und einer älter werdenden Belegschaft, spielt für uns als mittelständisches Unternehmen mit etwa 50 Beschäftigten gesundes Führen eine große Rolle.“ Im Anschluss lud sie die Teilnehmenden noch zu einer Betriebsbesichtigung ein.

Unternehmenstage 2018

Organisatorin Anke Jauer freute sich über die besondere Atmosphäre der siebten Veranstaltung im Rahmen der „Unternehmenstage 2018“. Hier zeigt das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet (Competentia) bei insgesamt neun Veranstaltungen unter dem Motto „Frauen im Fokus“ innovative Wege zur Rekrutierung und Bindung weiblicher Fachkräfte für kleine und mittlere Unternehmen. Dazu stellen Unternehmen und Institutionen aus der Region ihre Räume zur Verfügung.

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet

Träger:
Wirtschaftsförderung Dortmund im Verbund mit der Wirtschaftsförderungs- gesellschaft für den Kreis Unna mbH

Ansprechperson:
Hier finden Sie Ihre Ansprechpersonen »

Kalender

< Oktober 2021 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2
3
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31

Die nächsten 3 Veranstaltungen: