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13.06.2018 - Unternehmenstage 2018: Berufliche Integration geflüchteter weiblicher Fachkräfte

PerMenti veranstaltung Unternehmenstage 2018

Dr. Gerhard Schmitz, Personalvorstand Continentale Versicherungsverbund a.G.; Ina Keppler, Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet; Barbara Wenzel, Grone Bildungszentren NRW gGmbH; Vania de Souza-Kloppenburg, Leiterin der Personalentwicklung Continentale Versicherungsverbund a.G.; Dr. Monika Goldmann, Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft; Ursula Bobitka, Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet; Volker Hempel, Personalleiter Continentale Versicherungsverbund a.G.; Nicole Kuhnhenne, Beraterin und Trainerin Continentale Versicherungsverbund a.G. (v.l.n.r.) Foto: Beate Fleck

Wie gelingt die berufliche Integration von qualifizierten geflüchteten Frauen? Dieser Frage widmeten sich die Unternehmenstage 2018 in der zweiten Veranstaltung. Vorgestellt wurden die Erfahrungen aus dem Dortmunder Mentoringprojekt PerMenti.

Mehr als 50 qualifizierte geflüchtete Frauen wurden in den vergangenen zwei Jahren von PerMenti betreut. 36 von ihnen konnten ein Praktikum oder eine Hospitation in einem Unternehmen beginnen. 12 dieser Frauen haben inzwischen ein Arbeitsverhältnis und zwei einen Ausbildungsplatz.

Mentees von PerMentiZwei von ihnen sind Majdoulin Alkasem, Informatikerin aus Syrien und Alena Suprun, Betriebswirtin aus Weißrußland/Syrien, beide sind inzwischen bei der Continentale Versicherungsbund a.G. angestellt.

Begonnen hatten sie ebenfalls mit einer Hospitation. Heute erzählen sie in nahezu fließendem Deutsch vor der großen Gruppe, wie sie vor knapp 2 Jahren zum ersten Vorstellungsgespräch gekommen sind, in Begleitung von PerMenti. Vania de Souza-Kloppenburg, Leiterin der Personalentwicklung, hat die hauseigene Hospitation konzipiert: „Unser Anliegen ist es einen qualifizierten Einstieg in Deutschland möglich zu machen. Das liegt uns am Herzen.“ Wenn sie von den ersten Schritten der beiden Hospitantinnen im Unternehmen denkt, schmunzelt sie: „Es ist erstaunlich und bereichernd zu sehen, welche persönliche Entwicklung sie hinter sich haben und wieviel Selbstsicherheit sie jetzt ausstrahlen.“

Dr. Monika Goldmann einer der Initiatorinnen des Projektes, weiß das Engagement der Contientale zu schätzen. Denn egal welche Größe das Unternehmen hat, PerMenti kann nur funktionieren, wenn die Führung im Unternehmen das Projekt unterstützt.  

Berufliche Integration und Sprachelernen sollen Hand in Hand gehen

Als Monika Goldmann das Projekt startete, kamen Frauen in den Arbeitsmarktdiskussionen für Flüchtlinge nicht vor. Dabei wollen 60-85 % aller Flüchtlingsfrauen durchaus berufstätig sein und sind zum Teil sehr gut qualifiziert. Unter ihnen befinden sich zum Beispiel Ingenieurinnen, Informatikerinnen, Ärztinnen und Lehrerinnen.

„Berufliche Orientierung muss schon während des Spracherwerbs stattfinden. Denn Deutsch lernt man nicht in 1-2 Jahren.“, erläutert Goldmann die Idee von PerMenti. Wenn die Migrantinnen erst zwei Jahre die Schulbank gedrückt haben, um die Sprache zu lernen, veralten die Qualifikationen und die Berufserfahrung aus dem Heimatland verblasst. Auch mit einem weiteren Irrglauben räumt Dr. Monika Goldmann auf: „Hauptsache Arbeit! Führt in die Sackgasse.“ Die Erfahrung zeige, dass Migrantinnen und Migranten, die zunächst einen gering qualifizierten Job annehmen, kaum wieder daraus finden.

Neben der Sprache müssen die Frauen auch die neue Kultur am Arbeitsplatz lernen. Wie spricht man mit Kollegen, wie geht man mit Konflikten um, was tun, wenn man krank wird? Fragen wie diese sind ein großes Thema bei PerMenti.

Vania de Souza-Kloppenburg hat ein eigenes Fortbildungsprogramm dazu auf die Beine gestellt. Ehrenamtlich haben Trainerteams Verhalten bei Besprechungen, Präsentationen, Umgang mit Kollegen und Konflikten, das unterschiedliche Frauenbild und interkulturellen Kompetenzen geschult.

Unternehmenstage beim Continentale Versicherungsverbund a.G.

Unternehmenstage beim Vortrag von Vania de Souza-Kloppenburg, Leiterin der Personalentwicklung Continentale Versicherungsverbund a.G.

Mehr als 20 Gäste nahmen an der Veranstaltung im Rahmen der Unternehmenstage 2018 teil. Informative Vorträge, interessierte Fragen aus dem Publikum und lebhafte Diskussionen sorgten für einen kurzweiligen Workshop. PerMenti ist ein Kooperationsprojekt der Grone Bildungszentren NRW gGmbH (Projektleitung), des Dortmunder Forums Frau und Wirtschaft e.V., des Gleichstellungsbüros der Stadt Dortmund und des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet.

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet

Träger:
Wirtschaftsförderung Dortmund im Verbund mit der Wirtschaftsförderungs- gesellschaft für den Kreis Unna mbH

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