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08.03.2019 - Expertinnen-Zirkel: Mehr Frauen in die Chefsessel

Noch immer ist beim Thema Frauen in Führung Luft nach oben. Das belegen die Zahlen die anlässlich des Internationalen Frauentags 2019 in Dortmund vorgestellt wurden. Traditionell wird der Frauentag im Dortmunder Rathaus gefeiert. Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet hatte hier zum Expertinnen-Talk „Mehr Frauen in die Chefsessel“ eingeladen.

Dortmunder Rathaus beim Internationalen Frauentag 2019

Mehr als 20 Frauen nahmen die Einladung an und diskutierten über Beispiele, Ursachen und neue Wege für mehr Frauen in Führung. Egal, wo man hinschaut. Egal, wie man es aufdröselt. Die Zahlen bleiben gleich. Nur etwa ein Viertel der Führungspositionen sind mit Frauen besetzt. „Dabei sieht es bei der mittleren Führungsebene schon ganz gut aus, aber ganz oben kommen kaum welche an.“, betont Moderatorin Petra Sofia Hübers die aktuelle Brisanz des Problems.

2019-03-08 Bild Forum Frauen in Führung beim Internationalen Frauentag 2019

Etwa die Hälfte der Teilnehmerinnen des Expertinnen-Talks ist bereits in einer Führungsposition, die andere Hälfte möchte in den nächsten Jahren eine besetzen. Und die meisten wissen ziemlich genau, was sie erwartet. Ihre Herausforderungen sehen sie darin, ernst genommen zu werden, die Familie mit den Anforderungen an eine Führungskraft unter einen Hut zu bringen und konkrete Führungstechniken zu erlernen und anzuwenden.

Moderatorin Petra Sofia Hübers

Auch Moderatorin Petra Sofia Hübers sieht durchaus Hindernisse für den Weg von Frauen in Führungspositionen. Zum einen gibt es nach wie vor die Dominanz von männlichen Spielregeln, wie Gate-Keeping-Rituale und wenig gezielte Karriereförderung für Frauen, so dass weibliche Rollenvorbilder im Management fehlen. Allerdings sind Frauen auch zu selten in Netzwerken aktiv und immer noch studieren zu wenige Frauen zukunftsträchtige MINT-Fächer für IT- oder Ingenieurberufe. Nicht zuletzt leisten Frauen aber deutlich mehr Familienarbeit und pflegen häufiger Angehörige, so dass sie für ihre Karriere einen hohen Preis in Form von Doppel- und Dreifachbelastung zahlen.

Expertinnen des Forums Frauen in Führung

Bild v. l. n. r.: Alexandra Edelhoff (Diagramm Halbach in Schwerte), Ulrike Weber (prospektiv GmbH), Gabriele Kroll (Sparkasse Dortmund), Ursula Bobitka (Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet), Petra Sofia Hübers (TCP Kobus) Foto: Competentia

Für den Expertinnen-Talk stehen drei Frauen, die sich in Führungspositionen etabliert haben, bereit: Alexandra Edelhoff ist beim Mittelständler Diagramm Halbach in Schwerte Leiterin im Personalmanagement. Schon ihre Mutter arbeitete in einer Führungsposition, so wie sie heute auch mit zwei kleinen Kindern selbstverständlich als Führungskraft tätig ist. Gabriele Kroll hat als Bereichsdirektorin Personal bei der Sparkasse Dortmund die zweithöchste Führungseben geschafft und Ulrike Weber ist Inhaberin und Geschäftsführerin der prospektiv GmbH mit 12 Mitarbeitenden.

Das Forum richtete sich an junge und erfahrene Frauen mit Karriereambitionen und zeigte Good Practice, Vorbilder und Wege in Führungspositionen un dwurde sehr gut angenommen. Das wichtigste Fazit: Bei allen Hindernissen, Frauen müssen sich trauen und ihre Ziele im Auge behalten. Das Thema Frauen in Führung bleibt heiß diskutiert.

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet

Träger:
Wirtschaftsförderung Dortmund im Verbund mit der Wirtschaftsförderungs- gesellschaft für den Kreis Unna mbH

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