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01.04.2021 - Krise als Chance nutzen

Schamp & Schmaloer Zukunftswerkstatt

SCHAMP & SCHMALÖR Architekten Stadtplaner PartGmbB machen sich in der Corona-Krise auf den Weg zu einer familienfreundlicheren Unternehmenskultur.

Das kennt jedes Unternehmen: Wichtige Entwicklungsschritte werden nicht angegangen, weil in der Hektik des Tagesgeschäftes Zeit und Muße dafür fehlen. Das kannte auch Susanne Schamp, die geschäftsführende Gesellschafterin der SCHAMP & SCHMALÖR Architekten Stadtplaner PartGmbB. Beim Video-Lunch Talk gewährte sie den 24 Teilnehmenden einen Blick hinter die Kulissen ihrer Personalarbeit.

Als im März letzten Jahres mit Corona der plötzliche Stillstand eintrat, traf das auch das Dortmunder Architekturbüro. Nach dem ersten Schock war das für Susanne Schamp eine willkommene Gelegenheit, sich grundlegenden Fragen zu widmen. Wie wollen wir arbeiten? Wie Privat- und Berufsleben miteinander in Einklang bringen? Und so organisierte sie eine moderierte Zukunftswerkstatt, um gemeinsam mit ihren Beschäftigten Visionen für eine neue Unternehmenskultur zu entwickelten.

Sechs Bausteine hat diese neue Unternehmenskultur. Inzwischen sind sie in einer internen Broschüre festgehalten mit Statements zu Arbeitszeiten, zum Miteinander bis hin zur Altersvorsorge. Die Ergebnisse sind heute überall im Unternehmen sicht- und spürbar. Zum Beispiel hängen in der Küche Karten mit Sätzen wie: 'Heute von allen Kollegen verabschieden!' oder 'Heute schon ein Kompliment gemacht?'.

Vom Mut und Kröten schlucken

Zentrale Themen waren für Susanne Schamp flexible Büro- und Arbeitszeiten: "Das Thema sollte raus der Frauenecke, denn auch Mitarbeiter ohne Kinder wollen von zuhause aus arbeiten und Fahrten einsparen.“ Gab es vorher nur 20-, 25- oder 40-Stunden-Woche, werden Arbeitszeit heute flexibler gehandhabt. Wer möchte, kann eine Zeit lang nur vier Tage in der Woche arbeiten, um Zeit für eigene Projekte zu haben. Eine konkrete Regelung dazu, wer wann wie viele Stunden arbeitet, gibt es nicht mehr. Arbeitsverträge können individuell besprochen und geändert werden.

Doch wer als Unternehmerin seine Beschäftigten glaubhaft einbeziehen möchte, braucht auch Mut und muss bereit sein, die sein oder andere Kröte zu schlucken. Anders geht es nicht. So werden bei SCHAMP & SCHMALÖR heute alle Überstunden bezahlt, was in Architekturbüros nicht üblich ist. Susanne Schamp gibt offen zu: „Auf dem Punkt musste ich kauen." Dagegen ist das Unternehmen beim Vorschlag, die Wochenarbeitszeit generell zu reduzieren nicht mitgegangen, hier es bleibt bei 40 Wochenstunden.

Beim Lunch Talk wurden viele Aspekte der neuen Unternehmensphilosophie und der neuen Werte angesprochen. Moderatorin Britt Lorenzen führte gewohnt locker durch die Runde und diskutierte mit den Gästen, ob und wie sich die Ideen auch auf andere Unternehmen übertragen lassen. Organisatorin Mareike Kauffeld zog ein positives Fazit: „Es wurden viele wichtige Bereiche angesprochen. Ich bin sicher, dass unsere Gäste viele Ideen und Eindrücke zu einer familienfreundlichen Unternehmenskultur in ihre Betriebe mitnehmen konnten.“ Und nicht nur das. Sie haben auch erlebt, wie man mit viel Power und Mut vermeintliche Krisen zur Weiterentwicklung nutzen kann.

Zusatzinformationen:

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Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet

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Wirtschaftsförderung Dortmund im Verbund mit der Wirtschaftsförderungs- gesellschaft für den Kreis Unna mbH

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