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05.10.2021 - Damit Work + Care nicht das Aus im Job bedeuten

Anker Jauer und Ludger Osterkamp zum Thema Pflege

Anker Jauer von Competentia und Ludger Osterkamp,  ExTox Gasmess-Systeme GmbH, zum Thema Pflege

Immer häufiger müssen Beschäftige neben dem Beruf zu Hause Angehörige pflegen. Schlimmstenfalls bedeutet das das Aus für den Beruf, so dass Unternehmen wertvolle Fachkräfte verlieren. Im Competentia Workshop zeigen Referentin Stefanie Steinfeld, Eldercare-Steinfeld und Ludger Osterkamp, Geschäftsführer der ExTox Gasmess-Systeme GmbH in Unna, dass es nicht soweit kommen muss.

Kümmern Sie sich um die Work Life Balance Ihrer beanspruchten Beschäftigten!

Wird ein lieber Mensch zuhause hilfebedürftig oder muss über einen längeren Zeitraum gepflegt werden, sind die Grenzen der Belastung schnell überschritten. Etwa 80 % der mehr als 4 Millionen pflegebedürftige Menschen werden in Deutschland zu Hause gepflegt. In NRW sind das mehr als eine halbe Millionen Menschen. Dies ist auch für Betriebe eine relevante Größenordnung, denn statistisch pflegt jede oder jeder elfte Beschäftigte eine oder einen Angehörigen.

Erst sind es die vielen Fragen, die von heute auf morgen zu klären sind. Später kann dann die Dauerbelastung unerträglich werden. Oft bleibt der Job auf der Strecke. In Zeiten des Fachkräftemangels ist das für Unternehmen fatal. Die Corona-Lage hat die Herausforderungen für Unternehmen und Beschäftigte noch verschärft. Deshalb suchen immer mehr Unternehmen nach Wegen, um ihre Beschäftigten auch in dieser Lebensphase zu unterstützen.

Gesetzlichen Regelungen reichen selten aus

Unternehmen können in dieser Situation einiges für ihre Beschäftigten tun. Das Pflegezeitgesetz, dass eine vorübergehende Auszeit ermöglicht, ist zwar hilfreich, reicht aber nur selten aus. Pflegende Beschäftigte möchten sich die Berufstätigkeit in der Regel erhalten bzw. die Voraussetzungen schaffen, um sich trotz der Angehörigenpflege beruflich weiterentwickeln zu können. Hier können Arbeitgebende mit innovativen Arbeitszeitmodellen und Hilfen für pflegende Beschäftigten unterstützen.

Ludger Osterkamp, Geschäftsführer der ExTox Gasmess-Systeme GmbH in Unna, tut dies seit vielen Jahren sehr erfolgreich. In seinem Unternehmen ist die Angehörigenpflege quasi Teil der lebendigen Unternehmenskultur, bei der Beschäftigte ihr Privatleben nicht an der Eingangstür an den Nagel hängen. Im Workshop stellte Osterkamp betriebliche Maßnahmen aus seinem Unternehmen vor, die er gemeinsam mit Beschäftigten entwickelt hat.

Ob sich die Belastung durch Pflegeaufgaben negativ auf die Arbeitskraft auswirkt, hängt sehr davon ab, welches Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebot die von der Pflege betroffenen Mitarbeitenden erhalten. Bei ExTox wird deutlich, wie viel Spielraum ein Arbeitgeber hat, um leistungsfähige Fachkräfte im Betrieb zu halten. Referentin Stefanie Steinfeld zeigte fünf Schritte für die systematische Entwicklung einer pflegesensiblen Unternehmenskultur:

  1. Aufklären und Enttabuisieren
  2. Maßnahmen definieren
  3. Hilfestellung geben
  4. Leistungsfähigkeit erhalten
  5. Pflegesensible Unternehmenskultur leben

Besonders kleine und mittlere Unternehmen, in denen die Verbindung zu den Beschäftigten eng ist, haben bereits unkomplizierte und wirtschaftliche Unterstützungsmöglichkeiten erprobt. Der Workshop zeigte noch einmal die gesamte Palette der Möglichkeiten für Arbeitgebende, um die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege im Unternehmen zu verbessern, damit Work + Care nicht zum Aus im Job führen.

Noch Fragen?

Interessierte Unternehmen können sich an Anke Jauer vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf wenden.

Telefon:  02303 27-40 90
E-Mail:    competentia.jauer@wfg-kreis-unna.de

Zusatzinformationen:

Kontaktdaten:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet

Träger:
Wirtschaftsförderung Dortmund im Verbund mit der Wirtschaftsförderungs- gesellschaft für den Kreis Unna mbH

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